Internationale Politik ist nicht mehr auf die Politik von Staaten zu reduzieren

12.10.2010 -  

Das Institut für Politikwissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist Mitveranstalter der vom 21. bis 23. Oktober 2010 in Berlin stattfindenden Tagung "Capturing the Political. How to analyze power beyond state politics." der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin.

Wie beschreibt man politische Phänomene, in denen staatliche Akteure nur noch am Rande vorkommen oder gar nicht mehr? Bürgerkriege in zerfallenen Staaten wie Somalia oder die Informalisierung politischer Herrschaft in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion stellen die wissenschaftliche Beschäftigung mit solchen Phänomenen vor begriffliche und theoretische Herausforderungen. In vielen akademischen Diskussionen hat sich inzwischen die Einsicht durchgesetzt, dass internationale Politik nicht mehr auf die Politik von Staaten reduziert werden kann.

Doch wie sind diese neuen Formen des Politischen begrifflich und analytisch zu fassen? Gegenwärtig werden solche neuen Zusammenhänge entweder unter dem Begriff des Imperiums oder als "governance" diskutiert. Auf dieser Tagung soll nach Alternativen gesucht werden, auf transnationale politische Phänomene begrifflich und theoretisch zu reagieren. Dazu referieren an der Berlin Graduate School of Social Sciences, Luisenstraße 56 in Berlin, Vertreter der Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen, Politische Theorie), der Soziologie und der Ethnologie.

Kontakt: Prof. Dr. Klaus Schlichte, E-Mail: klaus.schlichte@ovgu.de; Dr. Daria Isachenko, Institut für Politikwissenschaft, Tel.: 0391 67-16112, -16424, E-Mail: daria.isachenko@ovgu.de

Programm: http://www.bgss.hu-berlin.de/lehrbereiche/divpol/mitteilungen/capturing/view

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster