Lehrkräfte werden zu Mittlern zwischen Schule und Wirtschaft ausgebildet

13.07.2009 -  

Sachsen-Anhalt sucht in den kommenden Jahren spezielle Lehrkräfte für Gymnasien und Sekundarschulen: Lehrer und Lehrerinnen für ökonomische und technische Bildung. Diese Lehrkräfte sollen als Koordinatoren Schule-Wirtschaft in einer besonderen Funktion in den Schulen tätig werden. Für dieses hoch interessante Tätigkeitsfeld richtet die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg neue Studiengänge ein.

An den allgemeinbildenden Schulen des Landes Sachsen-Anhalt wird in den nächsten Jahren ein großer Bedarf an Lehrkräften für die Unterrichtsfächer Technik/Wirtschaft bestehen. Die Universität Magdeburg baut daher in diesen Bereichen mit Unterstützung des Kultusministeriums eine neuartige interdisziplinäre Lehrerausbildung auf. Die späteren Lehrkräfte sollen die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und Unternehmen des Landes begleiten und koordinieren. Ihnen kommt damit eine besondere Verantwortung für die Weiterentwicklung des Schulsystems in Sachsen-Anhalt zu.

Das Studienprogramm nach dem Bachelor- und Mastermodell beginnt im Wintersemester 2009/2010 mit dem Unterrichtsfach Technik, die Ausbildung im Fach Wirtschaft startet ein Jahr später im Wintersemester 2010/2011. Die Studierenden können diese Fächer mit einem der eingeführten Zweitfächer, zu denen Englisch, Ethik, Informatik, Mathematik oder Sport gehören, kombinieren. Die bildungswissenschaftliche Ausbildung erfolgt mit Vorlesungen in Erziehungswissenschaft, pädagogischer Psychologie, Berufspädagogik und - in einem neu entwickelten Studienangebot - mit einer Einführung in die Übergangssysteme zwischen Schule, Berufsausbildung und Arbeitswelt. Voraussetzungen sind - neben Interesse an technischen und ökonomischen Inhalten - Lust, später einmal mit jungen Menschen zu arbeiten.

Der Prorektor für Studium und Lehre der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Professor Jens Strackeljan, betont die guten Berufschancen der Absolventen: "Der Bedarf in Sachsen-Anhalt, aber auch bundesweit, wird in den nächsten Jahren als sehr hoch eingeschätzt, so dass wir mit unserem Angebot eine Lücke schließen." Und Kultusminister Prof. Jan-Hendrik Olbertz begrüßt den Mut zu einem innovativen Pilotprojekt, denn "auf diese Weise herangebildete Experten für den Bereich Schule/Arbeitswelt können wir an jeder Schule gut gebrauchen".

Die Chancen bei einer Bewerbung in Magdeburg sind gut; in diesem Jahr wird noch keine Zulassungsbeschränkung nach Abiturnoten eingeführt. Studieninteressenten erhalten weitere Informationen bei der Allgemeinen Studienberatung, Telefon: 0391 67-12283 und -12286, E-Mail: , sowie bei der Studiendekanin der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Prof. Dr. Gudrun Goes, Telefon 0391 67-16943, E-Mail: gudrun.goes@ovgu.de.

 

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