SCHULGESCHICHTE IN GETRENNTEN DEUTSCHEN KLASSENZIMMERN

22.11.2007 -  

Ob Diktatur oder Demokratie: trotz tiefer ideologischer Gräben und verschiedener Gesellschaftssysteme verlief der Deutschunterricht in den Klassenzimmern in Ost- und Westdeutschland erstaunlicherweise mit vielen Parallelen. Das ist das Ergebnis von breit angelegten wissenschaftlichen Forschungen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Ruhr-Universität Bochum zum Deutschunterricht in Ost und West von 1945 bis heute. Auf einer Fachtagung kommen jetzt Germanisten, Bildungswissenschaftler und Historiker zusammen, um ihre Forschungsergebnisse dazu publik zu machen.

Was:     Fachtagung: "Vom Neuanfang 1945 bis PISA. Befunde und Herausforderung in
             Politik, Wissenschaft und Schule am Beispiel von Germanistik und Deutschunterricht

Wann:  23. bis 25. November 2007

Wo:      Bildungszentrum Schloss Wendgräben, Loburg (Sachsen-Anhalt)


Während der dreitägigen Konferenz, die die Universität Magdeburg gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet, geht es um die gemeinsame Entwicklung, aber auch verschiedene Tendenzen im Deutschunterricht der beiden nach 1945 entstandenen deutschen Staaten bis heute, 17 Jahre nach der Wiedervereinigung. Welche unterschiedlichen Bildungsziele gab es, wie wurden Deutschlehrer ausgebildet, welche Rolle spielte die Nazivergangenheit im Unterricht, welche Bücher mussten die Schüler lesen, wie wurde unterrichtet, wie sahen die Lehrpläne aus, welchen Einfluss hatte die Politik auf den Deutschunterricht, welche Verstrickungen gab es zwischen der Politik und den Bildungssystemen, wie arbeiteten Staatssicherheit und Schule der DDR zusammen? Ziel dieser Fachtagung ist es, neben dem Erfahrungsaustausch, einen Bogen von 1945 bis heute zu spannen, die Forschungsergebnisse geschichtlich einzuordnen und schließlich in zeitgemäße Bildungskonzepte einfließen zu lassen.

Die Fachtagung bildet den Abschluss eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes zur Geschichte des Deutschunterrichts in beiden deutschen Staaten von 1945 bis 1990 und wird durch die Konrad-Adenauer-Stiftung und das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Ansprechpartner: Dr. Gabriele Czech, Institut für Germanistik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-16736, E-Mail:

 

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