Duale Studiengänge verbinden Hochschule und regionale mittelständische Wirtschaft

07.09.2006 -  

Auf einer Pressekonferenz werden am Mittwoch, dem 20. September 2006, um 10 Uhr im Unteren Tagungscentrum der Industrie- und Handelskammer (IHK) am Alten Markt in Magdeburg der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, und der Präsident der IHK Magdeburg, Dr. Klaus Hieckmann, über die Öffnung des Kooperationsprogramms "Duale Studiengänge" für die regionale mittelständische Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt informieren. Als Gesprächspartner stehen weiterhin der Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Valentin Gramlich, sowie Prof. Dr. Klaus Jenewein, Direktor des Instituts für Berufs- und Betriebspädagogik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Projektleiter, zur Verfügung.

Theorie an der Universität, Praxis und Berufsausbildung im Unternehmen. Das ist das Modell der dualen Studiengänge, welches durch die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) und das Land Sachsen-Anhalt unterstützt wird. Kern ist die Verknüpfung einer Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Wirtschaft mit einem fachlich einschlägigen Bachelorstudium.

Qualifizierten und motivierten Abiturienten wird so die Möglichkeit gegeben, innerhalb von vier Jahren eine betriebliche Ausbildung im Unternehmen sowie zeitgleich ein Studium zu absolvieren. Gegenüber dem "Normalfall", in dem ein Studium nach der Berufsausbildung absolviert wird, ergibt sich für qualifizierte Abiturienten ein zeitlicher Vorteil (je nach Ausbildungsberuf) von bis zu mehr als zwei Jahren.

Für die Unternehmen selbst ergeben sich zahlreiche Vorteile. Die Studenten haben während des Studiums bereits das gesamte Unternehmen durchlaufen und sind damit besser als jeder andere Bewerber auf die Praxis im eigenen Haus vorbereitet. Die Kosten für die Ausbildung und Einarbeitung qualifizierter Fach- und Führungskräfte sind geringer und die Berufseinsteiger sind jünger. Vor allem besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer langfristig angelegten Personalentwicklungsstrategie angehende Fach- und Führungskräfte während der gesamten Ausbildungszeit an das Unternehmen zu binden und sie im Anschluss an die Ausbildung gezielt auf den betrieblichen Karriereweg zu führen.

Bereits zum August 2006 schickte die Siemens AG die ersten zehn Studierenden in Magdeburg ins Rennen. Die Öffnung des Kooperationsprogramms für die regionale mittelständische Wirtschaft ist nun der nächste Schritt für den breiten Ausbau des Studienprogramms.

Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen zur Pressekonferenz am Mittwoch, dem 20. September 2006, um 10 Uhr, im Unteren Tagungscentrum der Industrie- und Handelskammer am Alten Markt. Zur Pressekonferenz wird eine Pressemappe mit ausführlichen Informationen bereitliegen. Für Rückfragen steht zur Verfügung: Dipl.-Kff. Sandra Y. Heinrichs, Institut für Berufs- und Betriebspädagogik, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: 0391 67-16560; E-Mail: sandra.heinrichs@gse-w.uni-magdeburg.de.

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