Studenten planen Deutsch-Chinesische Unternehmen

China ist nicht nur Billiglohnland sondern auch Wachstumsmarkt Nummer 1. Für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt wird es immer interessanter. Dennoch fehlen auf beiden Seiten häufig Wissen und interkulturelle Sozialkompetenz, um Kooperationschancen zu nutzen. Hier setzt ein Ausbildungsprojekt des Lehrstuhls für Internationales Management der Magdeburger Universität an: 10 handverlesene Studierende der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft sind soeben von einem 2½-wöchigen Projektseminar in China zurückgekehrt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Birgitta Wolff, Prof. Eward J. Lusk, Ph.D., und Marjaana Rehu, M. A., erarbeiteten sie gemeinsam mit Studierenden der Shanxi University of Finance and Economics in der Provinzhauptstadt Taiyuan Konzepte für deutsch-chinesische Kooperationen, sogenannte Business Pläne. Finanziert wurde das Projekt mit Drittmitteln, z.B. vom Deutschen Akademischen Austauschdienst, und aus Eigenbeiträgen der Studierenden. In Taiyuan übernahmen die Gasthochschule und andere lokale Organisationen großzügig die Gastgeberrolle.
Gearbeitet wurde in Teams von jeweils zwei deutschen und zwei chinesischen Studierenden. Begleitend lehrten deutsche und chinesische Professoren das notwendige theoretische Instrumentarium wie "Organisationsformen für internationale Kooperationen", "Prognosetechniken" und "Chinesisches Wirtschaftsrecht". Die Arbeitssprache war Englisch. Besonders gute Businesspläne bezogen sich auf den Aufbau einer deutschen Tochtergesellschaft zu Herstellung und Vertrieb von Windmühlenturbinen in China und die Vermarktung eines neuartigen Getränks.
Die Summer School ist Teil einer umfassenderen Kooperation, zu der auch der Austausch von Studierenden und Dozenten sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Studienprogramms zählen. Auch Kontakte zu anderen chinesischen Universitäten und Einrichtungen werden weiter ausgebaut. "Durch den Aufbau von China-Kompetenz können sich Studierende zur Zeit am Arbeitsmarkt besonders profilieren. Absolventen mit Chinesisch-, Deutsch- und Englischkenntnissen haben phantastische Job-Chancen", verrät Birgitta Wolff, Inhaberin des Lehrstuhls für Internationales Management und selbst China-Fan. Hier könne auch speziell die Magdeburger Uni mit ihren gut etablierten englischsprachigen Studienprogrammen und dem relativ hohem Anteil chinesischer Studierender sich gut profilieren, so Wolff. Deutschen Erstsemestern empfiehlt sie: "Lernt chinesisch".
Im kommenden Jahr wird die Summer School in Magdeburg stattfinden, 2006 wieder in China.
An der Bearbeitung eventueller Praxisfälle interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen (0391 67-18789 und wolff@ww.uni-magdeburg.de).

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster