Magdeburger Computervisualistik-Studentin im studentischen Förderprogramm bei BMW

 Die Bezeichnung Computervisualistik für einen Studiengang ist eine "originäre Magdeburger Schöpfung" und wurde erstmals von der Otto-von-Guericke-Universität in Anlehnung zur Computerlinguistik im Studienjahr 1996/97 eingeführt. Der Studiengang liegt voll im Trend, jedes Jahr bewerben sich viele Gymnasiasten aus dem In- und Ausland für dieses Studienfach. Der Begriff Computervisualistik macht deutlich, dass hier der Umgang mit Visuellem, vornehmlich mit Bildern, bildhaften Darstellungen und graphischen Symbolen studiert wird. Die Computervisualistik ist ein spezielles Gebiet der anwendungsorientierten Informatik und beinhaltet Bereiche, in denen Bilder von Computern erzeugt, be- oder verarbeitet werden, z. B. bei technischen Bildaufnahmen, bei der Bildauswertung, der automatischen Bildinterpretation, bei der Bildwiedergabe oder Bildkommunikation. Interdisziplinär ergänzt wird die Ausbildung mit den Fächern Didaktik, Pädagogik, Psychologie, Philosophie. In Magdeburg werden die Anwendungsfächer Werkstofftechnik, Fertigung und Konstruktion, Bildinformationstechnik sowie Medizintechnik angeboten.

Eine der 350 Computervisualistikstudenten an der Magdeburger Universität ist Anika Horlemann (Jg. 1980). 2000 begann sie ihr Studium und studiert jetzt im 8. Semester. Fachlich sehr gut und eine vorbildliche Studienhaltung bestätigt der 24-jährigen Studentin Graham Horton, Professor für Simulation an der Uni Magdeburg. Er hatte sie für ein Praxissemester beim Automobilkonzern BMW vorgeschlagen, das Anika Horlemann in dem im Aufbau befindlichen Werk Leipzig absolvierte. Sie sammelte während ihrer sechsmonatigen Praxisausbildung Projekterfahrungen, lernte den Bereich der Logistik umfassend kennen und konnte ihr Wissen und ihre Kenntnisse einbringen. Ihre Aufgabe bestand in der Programmierung einer Datenbank für die Werkssimulation. Aufgrund ihrer hervorragenden Arbeit wurde die angehende Diplomingenieurin für Computervisualistik von BMW zu einem "Auswahltag" eingeladen, wo sie verschiedene Tests erfolgreich absolvierte. Nun darf sie an einem standortübergreifenden studentischen Förderprogramm mit dem Namen "Fastlane" teilnehmen, in dem besonders begabte Studenten gefördert werden. Was verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung? Fastlane bedeutet soviel wie "Überholspur". "Unternehmen wie BMW bereiten im Rahmen eines Förderprogramms systematisch junge Leute auf ihre künftigen Fach- und Führungsaufgaben vor," so Anika Horlemann. "Bis zum Studienabschluss, werde ich von einem Mentor fachlich begleitet und habe die Chance, mich während meiner Praktika bei der BMW Group persönlich und fachlich weiter zu entwickeln", sagt die motivierte Studentin.

Dieses Programm gewährleistet ein gezieltes Heranführen an die Anforderungen und Möglichkeiten der betrieblichen Praxis, informiert Professor Horton und freut sich über seine erfolgreiche Studentin. Zur individuellen Förderung während des Förderprogramms gehört auch die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen sowie Auslandseinsätzen.

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster