Auszeichnung für Professor Erhard Forndran

Am Dienstag, dem 07. Oktober 2003, 18.00 Uhr, Hörsaal 3 (Große Steinernetischstr.) findet im Rahmen der Festwoche "50 Jahre Hochschulstandort Magdeburg - 10 Jahre Otto-von-Guericke-Universität" ein Vortrag von Professor Jörn Rüsen, Historiker, statt. (s. PM 155/2003 v. 30.09.2003)

Zu Beginn der Veranstaltung wird Prof. Dr. Erhard Forndran, Lehrstuhlleiter für Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Titel "Ehrensenator" verliehen.
In der Urkunde heißt es, dass der Senat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beschlossen hat, Professor Erhard Forndran für seine großen Verdienste um die Entwicklung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die er sich als Gründungsdekan der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften erworben hat, die Würde eines Ehrensenators zu verleihen.

Der Titel wurde seit 1992 zweimal, an Prof. Dr. Otfried Beyer und Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. h. c. Carl Justus Heckmann, vom Senat der Universität verliehen.

VITA
Prof. Dr. Erhard Forndran studierte Politikwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Mathematik in Bonn und Berlin, er promovierte 1967 an der Universität Bonn, wo er sich 1972 auch habilitierte. Zwischenzeitlich nahm er einen Forschungsauftrag der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik wahr, war hauptamtliches Mitglied und Vorsitzender der Kommission für Friedens- und Konfliktforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und wirkte in der Senatskommission der DFG für Friedensforschung mit. 1972 nahm Erhard Forndran eine Professur für Politikwissenschaft an der PH Neuss an und erhielt anschließend eine Lehrstuhlvertretung für Internationale Politik an der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahre 1974 erfolgte die Berufung auf diesen Lehrstuhl. Zwei Jahre später, 1976, nahm Professor Forndran den Ruf auf den Lehrstuhl für Politische Wissenschaft an der TU Braunschweig an.

Im Jahre 1992 folgte Erhard Forndran dem Ruf als Gründungsdekan der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften der damaligen TU Magdeburg. Im Oktober des selben Jahres wurde er auf die Gründungsprofessur für Politikwissenschaft berufen. 1993, im Gründungsjahr der Otto-von-Guericke-Universität, wurde auch die Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften geschaffen.

Als Gründungsdekan und Dekan, war Prof. Forndran maßgeblich an der Erarbeitung von Konzepten für die zukünftige Struktur der Fakultät beteiligt. Die Fakultät hat in den zurückliegenden Jahren sowohl in der Forschung als auch in den von ihr angebotenen klassischen wie in den neuen Studiengängen ein hohes Maß an Studienflexibilität und Interdisziplinarität erreicht und genießt bundesweit eine beachtliche Reputation. Das ist auch ein Verdienst des Gründungsdekans Erhard Forndran.

Professor Forndran war Mitglied des Senats der Magdeburger Universität und hat in diesem akademischen Gremium das Profil der Universität entscheidend mitbestimmt. Neben den Aufgaben in der Hochschulverwaltung hat er es geschafft, auch in der Forschung aktiv zu bleiben. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeiten liegen in der Theorie und Praxis der Friedenssicherung, den transatlantischen Beziehungen, der Demokratietheorie sowie der Beziehung zwischen gesellschaftlichen Transformationen und Verfassungsstaat. Zahlreiche Bücher und Aufsätze in nationalen und internationalen Zeitschriften zu diesen Themen sind das Ergebnis dieser Forschungen.

In den zurückliegenden Jahren hat sich der Wissenschaftler besonders als Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft engagiert. Sein jüngstes Projekt ist die Einrichtung eines neuen und in den ostdeutschen Bundesländern einmaligen Master-Studiengangs für Friedens- und Konfliktforschung an der Magdeburger Universität.

Prof. Forndran ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Fachverbänden, wie zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft, der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens und des Studienkreises Internationale Beziehungen.

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster