Vermarktung und Popularisierung des Musikschaffens in Europa

Am Mittwoch, dem 10. Mai 2000, 19.00 Uhr findet in der Johanniskirche (Galerie) im Rahmen der Europawoche 2000 eine Veranstaltung des Instituts für Musik (Arbeitsbereich Musikwissenschaft) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und des Kulturamtes Magdeburg statt. "Vermarktung und Popularisierung des gegenwärtigen Musikschaffens in Europa - Über die Interpretation der neuesten Musik" lautet das Thema.

Musik ist eine "universelle Sprache", jedoch manches Neue wird nicht einmal mehr von Musikern "verstanden". Wenn sich die Ausführenden für die Neue Musik nicht begeistern, hat sie keine reelle Chance. - Im eigenen regionalen Wirkungskontext gelingt es dem Komponisten allerdings häufiger, seine neuesten Werke aufzuführen. Im zukünftigen Europa sollten deshalb nationale Vorlieben und Vorurteile allmählich schwächer werden.

Ohne starre nationale Grenzen dürfte es insofern auch neue Perspektiven für die Verbreitung Neuer Musik geben, die als 'Produkte' aus einzelnen Kulturgebieten überall gleichwertig präsentiert werden können. Für die Förderer von Neuer Musik stellt sich sowohl in der Union als auch in den einzelnen Regionen die Frage, wie wichtig die Interpreten sind: Wieviel "(Hinein-)Interpretation" braucht Neue Musik? Sollte sich die finanzielle Unterstützung Neuer Musik eventuell mehr auf die Interpreten konzentrieren?

Diese Fragen und Meinungen werden prominente Vertreter der "Szene" vor und mit einem interessierten Publikum diskutieren. Dafür konnten Dr. Lutz Buchmann (Kulturamt), GMD Christian Ehwald (Theater der Landeshauptstadt), Dr. Ulrich Etscheit (Alkor-Edition/Bärenreiter-Gruppe), Dr. Sigrid Hansen (Institut für Musik der Universität Magdeburg), Jürgen Hengstmann (Magdeburger Volksstimme), Uwe Hoberg (Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt), Jochen Köhler (Pianist, Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien), Dr. Renate Richter (MDR Kultur, Halle/S), Prof. Dr. Frank Schneider (Konzerthaus Berlin), Bernhard Schneyer (Komponist, Telemann-Konservatorium), Dr. Charlotte Seither (Komponistin, Berlin), Krzysztof Zgraja (Flötist und Komponist, Magdeburg/Warschau) gewonnen werden. Tomi Mäkelä, Professor für Musikwissenschaft an der Magdeburger Universiät moderiert die Veranstaltung.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei

Im Anschluß an die Veranstaltung wird der Tagungsbericht "Europa stellt sich vor (1998)" der Öffentlichkeit als Neuerscheinung vorgestellt.

Weitere Informationen erteilt gern: Prof. Dr. Tomi Mäkelä, Institut für Musik der Otto-von-Guericke-Universität, Kaiser-Otto-Ring 6, D-39106 Magdeburg, Tel. (0391) 67 14886 oder Email: tomi.maekelae@gse-w.uni-magdeburg.de

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster