Grundsteinlegung für Experimentelle Fabrik am Askanischen Platz

Am Donnerstag, dem 27. Januar 2000, 11.00 Uhr, findet am Askanischen Platz die Grundsteinlegung für die Experimentelle Fabrik statt. Die Grundsteinlegung wird durch Dr. Gerd Harms, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, im Beisein von Dieter Steinecke, Beigeordneter für Umwelt, Wirtschaft, Allgemeine Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg, des Rektors der Otto-von-Guericke-Universität, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, des Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates der Experimentellen Fabrik, Prof. Dr. Karl-Heinrich Grote, und des geschäftsführenden Institutsleiters des Fraunhofer Institutes für Fabrikbetrieb und -automatisierung, Prof. Dr. Hermann Kühnle, vorgenommen.

Das Gebäude wird zu 49 Prozent durch die Otto-von-Guericke-Universität für industrienahe Forschung genutzt. 51 Prozent stehen jungen innovativen produktentwickelnden Unternehmen zur Verfügung. Das Forschungs- und Technologiezentrum wird eine Hauptnutzfläche von ca. 3.360 m² umfassen. Darin finden Büro- und Laborräume sowie ein Versuchsfeld Platz. Die Fertigstellung ist für Dezember 2000 geplant.

Das Grundstück Sandtorstraße 23 wurde dem Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozeßinnovation GmbH als Betreibergesellschaft der Experimentellen Fabrik vom Land Sachsen-Anhalt in Erbpacht übertragen. Das Zentrum soll sich zu einem Forschungs- und Transferzentrum für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Produkt-, Verfahrens- und Prozeßinnovation für Wirtschaftsunternehmen und dazu notwendiger Einrichtungen in der Nähe des Universitätscampus etablieren.

In der Experimentellen Fabrik werden Wissenschaftler der Fakultäten der Otto-von-Guericke-Universität, der An-Institute und heimischer Wirtschaftsunternehmen interdisziplinär an innovativen Technologien auf den Gebieten der Produktentwicklungs- und Produktentstehungsprozesse, der Beschichtungstechnologien, der Mikroproduktionstechnik, der Prozeßoptimierung, der Managementtechniken und des betrieblichen Lernens und Planens forschen und arbeiten. Die Projekte werden grundlagenseitig von Wissenschaftlern der Magdeburger Universität und anderen Forschungspartnern bearbeitet, und die Ergebnisse für die Praxis bereitgestellt. Durch die unmittelbare Nachbarschaft von Wirtschaftsunternehmen und universitären Forschungseinrichtungen versprechen sich die Betreiber des Zentrums eine schnelle

Anwendung modernster Produktentwicklungs- und Produktionsmethoden in Wirtschaftsunternehmen der Region und damit verbunden eine aktive Ansiedlungspolitik mittelständischer Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Für viele Unternehmen bietet die Experimentelle Fabrik eine Chance, ohne hohe Investitionskosten ihre Produktpalette zu ergänzen und neue Märkte zu erschließen. Gerade bei limitierten Haushaltsvorgaben sind derartige Investitionen von besonderer Bedeutung, um die regionale Wirtschaft zu beleben.

Das Gebäude ist aus drei gestaffelten Volumina zusammengesetzt, die durch eine verbindende Fassadenhaut zusammengefaßt werden. Durch die großzügige Verwendung von Materialien wie Stahl, Aluminium und Glas erhält es den Charakter eines modernen Forschungs- und Fabrikationsgebäudes und setzt an dieser städtebaulich exponierten Lage Akzente.

Das Gebäude wurde durch das Architekturbüro sauerbruch hutton, Berlin, entworfen. Das Bauwerk wird in Ost-West-Richtung von einem farbigen Metalldach überzogen. Es ist als zweischiffige Anlage mit integrierter Halle konzipiert. Zwischen Versuchsfeld und dem Labor- und Büroflügel bestehen direkte Verbindungen, die flexibel nach den Wünschen der Unternehmen genutzt werden können. Eine Galerie im 1. Obergeschoß soll die Kommunikation zwischen den einzelnen Bereichen fördern. Die Süd- und Nordseite wird durch große Glasfassaden geschlossen, so daß der Fußgänger Einblick in die Arbeitsatmosphäre der Labore bzw. der Versuchshalle erhält.

Die geplanten Kosten belaufen sich auf knapp 24 Mio. DM. Das Projekt wird durch den EU-Fond für regionale Entwicklung (EFRE), den Bund und das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

An die Damen und Herren
von Presse, Funk und Fernsehen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie recht herzlich zur Grundsteinlegung der "Experimentellen Fabrik" am Donnerstag, dem 27. Januar 2000, 11.00 Uhr, Bauplatz Sandtorstraße, ein und freuen uns auf Ihre Berichterstattung in Wort, Bild und Ton.

Mit freundlichen Grüßen


i. A. Waltraud Rieß
Pressereferentin

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster