Entwickeln und Konstruieren via Internet

Am Mittwoch, dem 29. September 1999, wurde am Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung der Magdeburger Universität das "Demonstrations- und Referenzzentrum Tele-Engineering" eröffnet. Das Zentrum wurde mit großzügiger Unterstützung der Telekom AG, Niederlassung Magdeburg, und der Hewlett Packard GmbH Hamburg, für insgesamt 150.000 DM eingerichtet. Hewlett Packard sponserte sechs Hochleistungs-PC-Workstations und die Telekom stellte die entsprechende Hard- und Software zur Verfügung.

Mit diesem Lehr- und Forschungslabor sollen zukünftig vor allem technische Möglichkeiten innovativer Multimedia-Kommunikationslösungen für die Fertigungstechnik und anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung demonstriert werden. Multimedia und Kommunikation sind heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie haben Eingang in die Gestaltung neuer Informationsprodukte oder Realisierung neuer Formen des Lehrens und Lernens gefunden. Beide werden zukünftig noch enger zusammenwachsen und an Bedeutung für die Gesellschaft gewinnen.

Ministerialdirigent Hilmer Werdermann von der Staatskanzlei betonte das gemeinsame Anliegen von Industrie, Politik und Universität, leistungsfähige und wettbewerbsstarke Zulieferbetriebe in Sachsen-Anhalt für die Automobilindustrie aufzubauen und maß der Kommunikation, wie sie mit diesem Zentrum zwischen den einzelnen Partnern möglich wird, eine hohe Bedeutung zu.

Zur Eröffnung des Labors wurden Internetschaltungen mit Rautenguß Wernigerode und Harzgerode demonstriert, zwei Unternehmen aus der Region, die Zulieferbetriebe für die Automobilbranche sind. Am Bildschirm bearbeiteten Wissenschaftler der Universität und Konstrukteure der Unternehmen gemeinsam Bauteile. Zukünftig soll über Multimedia die Zusammenarbeit weiter intensiviert werden. Zeit- und Kosteneinsparungen, Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Verbesserung der Qualität der Prozesse sind enorme Vorteile, die diese Technik bringt, so Prof. Dr. Eberhard Ambos vom Magdeburger Maschinenbauinstitut. Gleichzeitig wurde auch eine Verbindung zur Universität Niigata via Internet geschaltet und ein virtueller Blumenstrauß an Dr. Lutz Wisweh zu seiner Berufung als Honorarprofessor überreicht. Lutz Wisweh weilt zu einem mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der japanischen Universität.
Als wichtigen Aspekt des Zentrums nannte Marketing Vertriebsleiter für Forschung und Lehre Hans-Uwe Langelotz von Hewlett Packard, die moderne Technik für die Lehre und Studienwerbung zu nutzen. Für technisch interessierte Schüler sind zweiwöchige Schnupperstudien in dem Tele-Engineering Labor geplant, wo sich die jungen Leute mit den zukunftsträchtigen Technologien vertraut machen können und in kleinere Aufgabenstellung der Projekte einbezogen werden sollen.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster