9. International Conference „European Women in Mathematics"

Vom 30. August bis 05. September 1999 fand in Loccum die 9. International Conference der European Women in Mathematics (EWM ´99) statt. Die Vereinigung EWM ist ein Zusammenschluß europäischer und in Europa arbeitender Mathematikerinnen. 1986 wurde die Vereinigung auf dem Internationalen Mathematik-Kongreß in Berkeley gegründet und 1993 hat sich ein europäischer wissenschaftlicher Verein mit Sitz in Helsinki etabliert.

An der Tagung in Loccum nahmen 50 Wissenschaftlerinnen aus 13 europäischen Ländern teil. Die im Rhythmus von zwei Jahren stattfindenden internationalen Konferenzen der EWM dienen der Förderung der Kommunikation und Kooperation zwischen Mathematikerinnen. Denn Frauen sind in mathematischen Disziplinen in vielen Ländern (insbesondere in Deutschland) nur gering vertreten und nehmen als Frau in ihren Forschungsgebieten und Fachbereichen oft eine Sonderrolle ein.

Vorträge aus verschiedenen Bereichen der Mathematik bildeten die Grundlage für Fachgespräche und den Ausgangspunkt zukünftiger Kooperation. In diesem Jahr lagen die Schwerpunkte u. a. bei der Mathematischen Modellierung und der Diskreten Mathematik. International renommierte Wissenschaftlerinnen berichteten über ihre For-
schungsprojekte und stellten dabei aktuelle Ergebnisse und ihr Arbeitsgebiet vor.

Neben dem mathematischen Programm fanden Vorträge und Diskussionen insbesondere über Vorstellungen zu einer "Idealen Universität" statt. Auch die unterschiedlichen Berufskarrieren von Mathematikerinnen und Mathematikern wurden thematisiert. Hierzu wurde ein Projekt zur Erhebung von genaueren Daten konzipiert.

Dem Organisationskomitee der Tagung gehörten Wissenschaftlerinnen aus fünf Ländern an. Die Leitung lag bei Frau Professor Christine Bessenrodt von der Mathematikfakultät der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. Das Präsidium der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) war Schirmherrin der Conference. Unterstützung wurde außerdem durch die Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM) gewährt. Insbesondere konnte aus diesen Mitteln die Teilnahme auch von Wissenschaftlerinnen aus Osteuropa ermöglicht werden.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster