Brennstoffzellen für den Straßenverkehr - Zukunft oder Irrweg?

Am Dienstag, dem 27. 04. 1999, findet um 16.30 Uhr im Raum 301 des Gebäudes 10 (ehemals N-Gebäude) die gemeinsame Vortragsreihe des Institutes für Maschinenmeßtechnik und Kolbenmaschinen der Universität Magdeburg und des VDI, Gesellschaft für Fahrzeug- und Verkehrstechnik, ihren Abschluß. Herr Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Kolke spricht zum Thema "Brennstoffzellen für den Straßenverkehr - Zukunft oder Irrweg ?" Die Öffentlichkeit ist herzlich zu diesem Vortrag, der von allgemeinem Interesse ist, eingeladen.

Im Verlauf des Vortrages wird der Referent die Ergebnisse einer Kosten-Nutzen-Analyse des Umweltbundesamtes zur Brennstoffzellentechnik vorstellen und die Vor- und Nachteile dieses Konzeptes nach derzeitigen Wissensstand im Vergleich zu anderen Antriebskonzepten erläutern. Das Umweltbundesamt gelangte nämlich zu einer anderen Einschätzung der Brennstoffzelle als Kfz-Antrieb als die Automobilindustrie. Nach den bisherigen Berechnungen des Umweltbundesamtes zeichnet sich ab, daß Emissionsminderungen und Ressourcenschutz wesentlich kostengünstiger durch verbrauchsoptimierte Fahrzeuge mit Ottomotor realisiert werden können als durch Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Auch die Entwicklung der Umweltbelastung durch den Straßenverkehr und die daraus resultierenden Anforderungen an zukünftige Kraftfahrzeugantriebe werden anhand von Beispielen erläutert. Darüber hinaus wird der Energietechniker u. a. auch Bewertungsgrundlagen für Brennstoffzellenfahrzeuge, Einsatzbeispiele von Brennstoffzellenantrieben im Straßenverkehr, den Einsatz nichtfossiler Kraftstoffe in zukünftigen Kfz-Antrieben zum Ressourcenschutz und Entwicklungstrends für einen "nahezu Null"-Emissionsstandard in seine Darstellung einbeziehen. Auch die aktuelle kalifornische Abgasgesetzgebung und die daraus resultierenden Anforderungen an alternative Antriebe sowie an die zukünftige Automobiltechnik in Europa sind ein weiterer Aspekt, der Beachtung in dem Vortrag findet.

Reinhard Kolke studierte an der FH Aachen Energie- und Umwelttechnik. In seiner Diplomarbeit befaßte er sich mit alternativen Antrieben für den Straßenverkehr unter Berücksichtigung der vorgelagerten Energieketten. Seit 1993 ist er im Umweltbundesamt (UBA) im Fachgebiet "Luftreinhaltung im Verkehr" tätig, wo er sich mit Zukunftstechnologien im Straßenverkehr, Abgasuntersuchung und Feldüberwachung befaßt.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster