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Informationstechnik - Smarte Systeme

In den letzten Jahren haben sich immer mehr „Smarte Systeme“ in unseren Lebensalltag gedrängt. Mit dem Smartphone lässt sich inzwischen die Heizung in den eigenen vier Wänden regeln, mit Smart-TV können Internetvideos bequem auf dem Fernseher wiedergegeben werden und dank Smart-Home lassen sich die eigenen Jalousien zum bestimmten Termin schließen. Die vielfältigen Aufgaben der Anwendung, Forschung und Entwicklung im Bereich „Smarte Systeme“ lassen sich in einem Studiengang an der Uni Magdeburg entdecken. Im Interview erklärt Studienfachberater Dr. Ronald Böck den Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme, stellt Studieninhalte vor und erläutert mögliche Berufsperspektiven. Noch bis zum 15. September haben Studieninteressierte Zeit, sich online für den Studiengang zu bewerben.

Stellen Sie sich doch bitte kurz vor:

Mein Name ist Dr. Ronald Böck und ich bin seit fast neun Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Kognitive Systeme, der in der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelt ist. Neben der Forschung im Bereich der Akustik und multimodalen Mensch-Maschine-Interaktion, betreue ich verschiedene Lehrveranstaltungen und bin Studienfachberater für den Bachelor-Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme.

Worum geht es im Studiengang?

Der Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme wird von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal gemeinsam durchgeführt und von der Firma National Instruments (NI) technologisch unterstützt. Dabei ist es den Lehrenden wichtig, eine optimale Balance zwischen der Vermittlung von Theorie und Praxis zu finden. Diese Art der Ausbildung in Kooperation mit NI gibt es in Europa nur noch in Manchester (UK). Im Studiengang werden die Grundlagen der klassischen Ingenieurwissenschaften (mit Fokus auf die Elektrotechnik) sowie Fähigkeiten im Bereich der Informations- und Systemtechnik vermittelt. Durch die praxisorientierte Ausbildung werden die erworbenen Kenntnisse direkt in Anwendungen übertragen. Dies geschieht durch Praktika und Projekte, die sich jeweils über ein Semester erstrecken, und zwar über die gesamte Studiendauer. Dies bedeutet: Wir fangen ab Tag 1 praktisch an.

Konkret werden innerhalb des Studiums Prinzipien der Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Informatik vermittelt. Vertiefend werden Smarte Systeme unter anderem als eingebettete Systeme im Bereich der Automatisierung betrachtet. Dabei werden über die gesamte Ausbildungszeit immer wieder Brücken zwischen der hardwarenahen, technischen Realisierung und einer systemischen und softwarenahen Lösung/ Integration geschlagen. Ziel des Studiengangs ist es, die verschiedenen Komponenten eines Smarten Systems darzustellen, so dass die AbsolventInnen durch ihre Kenntnisse eine Schnittstellenrolle zwischen diesen Einzeltechnologien einnehmen können. Dies bildet den Reiz des Studiengangs Informationstechnik - Smarte Systeme und macht ihn für die Industrie sehr attraktiv.

Was muss ich für das Studienfach mitbringen?

Für den Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme ist ein gesundes Interesse an Themen der Elektrotechnik und Informatik hilfreich. Wer ein bisschen Basteln und vielleicht auch etwas Löten kann und darüber hinaus auch noch Interesse am Programmieren hat, der ist in diesem Studiengang genau richtig!

Smarte Systeme Im Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme lernen Studierende nicht nur die Theorie sondern auch Praxiswissen.

Wie ist das Studium aufgebaut? Welche Vertiefungsmöglichkeiten besitze ich?

Das Studium ist praxisnah aufgebaut, da erklärtes Ziel eine Kombination von Theorie und Realisierung ist. Neben den Grundlagenfächern in Elektro- und Informationstechnik gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten sich in den einzelnen Praktika und Projekten mit den verschiedenen Bereichen/Komponenten, die in Smarten Systemen integriert sind (Schaltungsentwicklung, Eingebettete Systeme, Kommunikationselemente etc.), zu vertiefen.

Welche Berufsfelder ergeben sich aus dem Studiengang?

Die Berufsfelder sind weit gefächert, da der aktuelle Trend in nahezu allen technischen Bereichen in Richtung smart geht. Neben den klassischen Berufsfeldern der Automatisierungs- und Automobilbranche sind verstärkt auch die Themenfelder der eingebetteten Systemlösungen (z.B. Smartphones, Smart-TV, Smart Home, Mensch-Maschine-Interaktion, KFZ-Informationstechnik, integrierte Systeme, Industrie 4.0) ein starkes Betätigungsfeld. Darüber hinaus stehen die Berufsfelder

  • Medizintechnik
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Produktmanagement im Bereich eingebetteter Systeme

dem AbsolventInnen offen.

Durch die praxisnahe Ausbildung an Geräten von National Instruments (NI), die Industriestandards einhalten und in der Praxis in großem Masse eingesetzt sind, fällt ein Übergang vom Studium in die Industrie leicht, da Einarbeitungszeiten ggf. stark reduziert werden können.

Wie erfolgt der Einstieg in das Berufsleben und welche Verdienstmöglichkeiten besitze ich?

Der Einstieg ins Berufsleben wird aus dem Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme auf zwei Arten erleichtert:

  1. Der Übergang vom Studium in die Industrie wird durch eine praxisnahe Ausbildung in Projekten erleichtert.
  2. Durch die Nutzung von National Instruments Geräten (einer der Ausrüster im Bereich Automatisierungstechnik) in Praktika und Projekten, erfolgt eine direkte Orientierung an Standards aus der Industrie.


Nach dem Studium kann mit den branchenüblichen Verdiensten gerechnet werden.

Welche Einstiegsvoraussetzungen bestehen für den Studiengang? Gibt es einen NC?

Für den Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme gibt es keinen NC. Voraussetzung ist lediglich eine Feststellungsprüfung, da ein Studieneinstieg mit verschiedenen Abschlüssen (allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife, vergleichbare Abschlüsse) erfolgen kann. Das Verfahren wird dabei vereinfacht online durchgeführt, was den Aufwand für die zukünftigen Studierenden erheblich verringert.

Wird ein Auslandssemester angeboten und wie wird es speziell gefördert?

Durch die Vielzahl an internationalen Verbindungen, die zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und renommierten Einrichtungen bestehen, sind Auslandssemester natürlich möglich. Im Lehrplan sind diese nicht als Pflichtprogramm vorgesehen, dennoch ermutigen wir Studierende zum Blick über den Tellerrand.

Warum sollte ich Ihren Studiengang an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wählen?

Der Studiengang Informationstechnik - Smarte Systeme ist in Deutschland einmalig, da er eine praxisnahe Ausbildung in Kooperation mit einem Industrieausrüster sowie einen Bachelor-Abschluss bietet, der gemeinsam von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal verliehen wird. Die Zulassung ist mit mindestens Fachhochschulreife oder vergleichbaren Abschlüssen möglich. Der Bachelor-Grad berechtigt direkt zu weiterführenden Master-Studiengängen an Universität und Fachhochschule. Mehr Informationen erhalten Interessierte auch auf unserer Homepage. Darüber hinaus ist Magdeburg eine Stadt mit Tradition und Herz, die in vielerlei Hinsicht Studierenden einiges zu bieten hat. Aber das sollte jeder individuell "erforschen".

Wie lässt sich der Studiengang am besten in einem Satz zusammenfassen?

Informationstechnik – Smarte Systeme ist ein praxisnaher Studiengang unter Nutzung von Industriestandards mit Anknüpfung an zukunftsorientierte Technologien.

Letzte Änderung: 20.02.2017 - Ansprechpartner:

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