Seminar 13. Februar 2011

WS 2010/2011

Das Mobiltelefon hat nicht nur unsere Raumwahrnehmung sondern auch unser Kommunikationsverhalten nachhaltig verändert und ist aus unserer heutigen Kommunikationskultur nicht mehr wegzudenken. In der Vernetzung der Menschen durch die neueste Generation der Smartphones und deren Interaktionsmöglichkeiten wird das Handy zum Dokumentationswerkzeug, durch das Prozesse aktiv und ortsgebunden mitgestaltet werden können.

mobile cITy hat im April 2010 mit freundlicher Unterstützung der Stadt Magdeburg begonnen und konzentriert sich auf die Erforschung und Entwicklung dieser neuen, mobilen Kommunikationstechnologien im Stadtraum.

Für das Seminar im WS 2010/11 konnten 3 weitere Kooperationspartner aus den Bereichen Industrie/Erneuerbare Energien, Entertainment und Kultur gewonnen werden, die gemeinsam mit den Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg an den folgenden Fragestellungen arbeiten möchten: Wie lässt sich die energietechnische Zukunft Magdeburgs mit mobilen Technologien gestalten? Wie könnte das Kulturhistorische Museum für die digitale Generation aussehen? Wie werden Magdeburger mit mobilen Technologien zu Autoren ihrer Stadtkultur? Die Studierenden haben die Möglichkeit, Prototypen für die Stadt Magdeburg zu entwickeln, die im Anschluss an das Seminar der Öffentlichkeit präsentiert und von den kooperierenden Organisationen und Unternehmen pilotiert werden.

SS 2010

Mobile Kommunikationstechnologien wie GPS, UMTS, WIFI, RFID richten sich vermehrt im urbanen Raum ein. Die damit verbundenen hybriden Austauschprozesse haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Stadt selbst.

Vor dem Hintergrund theoretischer Perspektiven zu Raum, Zeit und der Identität sozialer Netzwerke sowie praktischer Methoden des ‚bodystorming’ und ‚memory mapping’ in urbanen Kontexten wurden im Seminar folgende Fragen erörtert: Welche Konzepte sind sinnvoll, wenn wir von einer Überschneidung physischer und virtueller Räume sprechen? Was könnte die Nutzung der neuen Medientechnologien für die urbane Kultur bedeuten?

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Magdeburg wurden neue Spiel- und Narrationsformen im Umgang mit mobilen vernetzten und lokativen Medien entwickelt, die den urbanen Kontext Magdeburgs in den Blick nahmen.