Innerhalb der Erziehungswissenschaft beschäftigt sich die Teildisziplin der Medienpädagogik mit der Bedeutung der Medien und der zunehmenden Mediatisierung des Alltagslebens für Erziehung, Bildung und Sozialisation. Sie versteht sich dabei auf der einen Seite als Reflexionswissenschaft, die pädagogisch relevante mediale Entwicklungen und Zusammenhänge erforscht und zu verstehen versucht, und auf der anderen Seite als Handlungswissenschaft, die begründete Konzepte für die medienpädagogische Praxis entwickelt. Als Leitkonzept fungierte bisher der Begriff der Medienkompetenz. Seit der Jahrtausendwende ist mit dem Konzept der Medienbildung eine ergänzende, bildungstheoretisch fundierte Perspektive entwickelt worden.

Seit 2012 existiert die Reihe der Magdeburger Schriften zur Medienbildung, in der ausgezeichnete Abschlussarbeiten in gedruckter Form als Monographie erscheinen. Daneben wurde 2017 die Open Access Reihe „Medienbildung: Studien zur audiovisuellen Kommunikation“ gegründet. Thematisch stehen in beiden Schriftenreihen die medialen Artikulationsformen Film, Internet und Computerspiele im Mittelpunkt des Interesses.

Online-Schriftenreihe Medienbildung: Studien zur audiovisuellen Kommunikation

In einer von digitalen Technologien durchdrungenen Welt, scheint es nur konsequent, wenn auch wissenschaftliche Literatur nicht nur im digitalen Format publiziert wird, sondern vor allem auch ein freier Zugang ermöglicht wird. Basierend auf dieser Idee wird seit 2017 die Online-Schriftenreihe „Medienbildung: Studien zur audiovisuellen Kommunikation“ herausgegeben. Die Reihe wird insbesondere ausgewählte Abschlussarbeiten aus der Medienbildung einem breiteren Leserkreis zugänglich machen.

Bislang erschienene Schriften

  1. Bubenheim, Alexandra (2017). Frauenbilder in Julia Roberts-Filmen : Untersuchungen vor dem Hintergrund des Foucault’schen Machtbegriffes (Permalink: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:ma9:1-8737)

Herausgeber der Open Access-Reihe

Dr. Ralf Biermann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut I: Bildung, Beruf und Medien der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und seit 2007 Lehrkraft für besondere Aufgaben in den Bachelor- und Masterstudiengängen Medienbildung, in denen er auch als Koordinator für die Lehre sowie als Praktikumsbeauftragter aktiv ist. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Mediensozialisation unter der Berücksichtigung milieuspezifischer Ansätze, des Lernens und Lehrens mit neuen Medien in Bildungskontexten sowie der Kommunikations- und Interaktionsformen in virtuellen Welten, insbesondere Digital Games Studies.

Dr. Johannes Fromme ist Professor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung und Medienbildung unter Berücksichtigung der Erwachsenen- und Weiterbildung am Institut I: Bildung, Beruf und Medien der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Mitglied der Studiengangsleitung des Bachelor- und des Masterstudiengangs „Medienbildung: Audiovisuelle Kultur und Kommunikation“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Medienbildung und Mediensozialisation, mediale Unterstützung von Lern- und Bildungsprozessen sowie Digital Game Studies.

Prof. Dr. Stefan Iske ist Professor für Pädagogik und Medienbildung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seine Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre sind Fragestellungen der Erwachsenenbildung, der Medienpädagogik und des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien in universitären, schulischen und außerschulischen Kontexten.

Magdeburger Schriftenreihe zur Medienbildung

Neben der jüngeren digitalen Open Access-Reihe gibt es seit 2012 die Reihe der Schriften zur Medienbildung, die in Printform erscheint. Hier werden Monographien und Sammelbände veröffentlicht, die Bildungsprozesse und Bildungspotenziale im Horizont von Medialität theoretisch oder empirisch untersuchen bzw. methodologische und methodische Fragen für die Forschung diskutieren. Daneben macht diese Schriftenreihe innovative Konzepte und Ansätze für die medienpädagogische Bildungsarbeit der Öffentlichkeit zugänglich.

Bislang erschienene Schriften

  1. Ruge, Wolfgang (2012). Roboter im Film. Audiovisuelle Artikulationen des Verhältnisses zwischen Mensch und Technik.
  2. Jonas, Kristina; Fütterer, Marten (2012). My Video Game: Konstruktionistisches Erfahrungslernen in der Schule. Die Entwicklung von Computerspielen als Projektpraxis.
  3. Rust, Christiane; Händel, Martin (2013). Emotionalisierung durch Computerspiele. Der reflexive Umgang mit der Emotionalisierung durch Computerspiele am Beispiel des Ego-Shooters Metro 2033.
  4. Kleibrink, Ariane (2014). Die TV-Serie als Bildungsfernsehen? Eine Untersuchung der Selbst- und Weltbilder in der Quality-Primetime-Serie Mad Men.
  5. de la Chaux, André (2014). Interkulturelle Medienbildung im Dokumentarfilm für Kinder Eine Analyse filmischer Inszenierungsstrategien fremder Lebenswelten.

Die Herausgeber der Print-Reihe

Dr. Johannes Fromme ist Professor für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung und Medienbildung unter Berücksichtigung der Erwachsenen- und Weiterbildung am Institut I: Bildung, Beruf und Medien der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Mitglied der Studiengangsleitung des Bachelor- und des Masterstudiengangs „Medienbildung: Audiovisuelle Kultur und Kommunikation“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Medienbildung und Mediensozialisation, mediale Unterstützung von Lern- und Bildungsprozessen sowie Digital Game Studies.

Prof. Dr. Winfried Marotzki war an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bis zu seiner Pensionierung 2015 am Institut für Erziehungswissenschaft als Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik tätig und Mitglied der Studiengangsleitung des Bachelor- und des Masterstudiengangs „Medienbildung: Audiovisuelle Kultur und Kommunikation“. Seine Arbeitsschwerpunkte sind veränderte Bildungsmuster in der Wissensgesellschaft, qualitative Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung, Medienbildung und Sozialisation in medialen Umgebungen sowie Lern- und Bildungstheorie.