Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

MAGDEBURGER HIRNFORSCHUNG IN BUNDESWEITEM DEMENZ-NETZWERK

Neurowissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und des Leibniz-Instituts für Neurobiologie sind ab sofort entscheidende Partner in der bundesweiten Demenzforschung.

Neurowissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und des Leibniz-Instituts für Neurobiologie sind ab sofort entscheidende Partner in der bundesweiten Demenzforschung. Das gab am Dienstag Bundesbildungsministerin Dr. Anette Schavan bekannt. Mit kognitiver Hirnforschung und Neuromodulation auf internationalem Spitzenniveau bringe der Standort Magdeburg ein ganz wesentliches Gebiet in den Forschungsverbund ein, hieß es in der Begründung.

Für die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist die Entscheidung des BMBF ein wichtiger Schritt auf dem Weg in Richtung Spitzenforschung, so Rektor Prof. Klaus Erich Pollmann. "Die Bewilligung eines Partner-Instituts des Demenzzentrums ist eine erneute Bestätigung der Spitzenqualität für unsere Neurowissenschaften und das Ergebnis einer erfolgreichen strategischen Entwicklungsplanung. Der Standort Magdeburg wird so langfristig ein Schwerpunkt der Demenzforschung sein", so Pollmann. Auch Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz begrüßte die Entscheidung des Bundesbildungsministeriums. Angesichts des demografischen Wandels sei die Demenzforschung eines der wichtigsten medizinischen Forschungsgebiete der Zukunft.

Das Magdeburger neurowissenschaftliche Exzellenznetzwerk wird künftig eins von sechs Partnerinstituten des neu gegründeten Helmholtz-Zentrums für Demenzforschung in Bonn sein. Neben Göttingen, München, Tübingen, Witten und Rostock/Greifswald werden die Magdeburger Hirnforscher im "Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen" künftig international führende Forschungen zu Diagnose und Therapie von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson vorantreiben.

Neurodegenerative Erkrankungen, zu denen Parkinson und Demenzen, wie Alzheimer, gehören, sind einerseits eine extrem hohe Belastung für Betroffenen und Angehörige, führen aber außerdem zu außerordentlich hohen Kosten im Gesundheitssystem. Allein in Deutschland leiden derzeit rund eine Million Menschen über 65 an den Folgen einer Demenz, die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei rund 200 000 im Jahr.

 

Letzte Änderung: 23.03.2012 - Ansprechpartner: Webmaster