Strategieentwicklung

Schon bei der Gründung des Nachhaltigkeitsbüros und Entscheidung über die Agenda der ersten Jahre war klar, dass die Entwicklung der Universität im Sinne ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit nicht durch eine einzige Instanz beschlossen und umgesetzt werden kann. Es gilt, Maßnahmen zu entwickeln, die von allen Angehörigen der Universität mitgetragen werden. Die Möglichkeit der Beteiligung betrachten wir dafür als entscheidend.

Um alle Perspektiven einzubeziehen und Fragen und Konflikte im Vorfeld zu klären, luden wir zwischen Februar und November 2016 die Akteursgruppen (Studierende, Mitarbeiter*innen aus Service, Verwaltung und Personal, wissenschaftliche Mitarbeitende, Professor*innen) zu vier Workshops ein. Wir erfragten individuelle Vorstellungen von einer nachhaltigen OVGU und sammelten Ideen zur Umsetzung dieser Visionen. Die Expertise der verschiedenen Gruppen floss in den Entwurf des Strategiepapiers ein und wurde ergänzt um Erkenntnisse aus Best-Practice-Beispielen anderer Universitäten sowie der Konsultation mit dem wissenschaftlichen Beirat des Nachhaltigkeitsbüros.

Am 22. Juni 2017 lud das Nachhaltigkeitsbüro zu einer Konferenz ein, die den bisherigen Höhepunkt des Partizipationsprozesses bildete. Der Einladung folgten rund 50 Angehörige der Universität aus verschiedensten Bereichen: Vetreter*innen der Dezernate, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, Professor*innen und Studierende.

Es herrschte eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Strategiepapier ermöglichte. Es wurde viel über Definitionen und Begriffe diskutiert und inhaltlich ins Detail gegangen, wie man es in einer universitären Runde erwarten würde. Die engagierte Mitarbeit aller Konferenzteilnehmer*innen ermöglichte eine sprachliche und inhaltliche Verbesserung des Strategiepapiers.

Der Entwurf ist inhaltlich in acht Abschnitte unterteilt, von denen jeder Leitlinien, Oberziele und Feinziele enthält: 1) Kultur der Nachhaltigkeit, 2 & 3) Betrieb (Ressourcen & Energie), 4) Betrieb (Campus als Lebensraum), 5) Lehre, 6) Forschung, 7) Gesellschaftliches Engagement und Transfer, 8) Strategie. Er enthält konkrete Ziele wie Klimaneutralität der OVGU, regelmäßige Vernetzungsformate für Forschende, sowie Evaluation und Monitoring nachhaltigkeitsbezogener Aktivitäten der Uni. Auf der Konferenz stellte sich heraus, dass das vorgestellte Strategiepapier z. B. im Hinblick auf Campusgestaltung und Elektromobilität noch Verbesserungspotential hat.

Die Anmerkungen der Teilnehmenden wurden in das Dokument eingepflegt und können hier eingesehen werden. In Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat wird das Strategiepapier entsprechend der Ergebnisse aus der Konferenz überarbeitet. Nach einer Prüfung durch das Rektorat wird es im Wintersemester 2017/18 zur Abstimmung in den Senat gegeben. Transparentes Vorgehen und Kommunikation sind uns ein wichtiges Anliegen, weshalb wir als Ansprechpartner für alle Belange zum Thema Nachhaltigkeit an der OVGU zur Verfügung stehen (nachhaltigkeit@ovgu.de).

Trotz des schweren Unwetters, das vielleicht den einen oder die andere am Erscheinen gehindert hat, sind wir mit der Teilnehmerzahl und der Qualität der Beiträge sehr zufrieden. Bisher haben sich um die 100 Menschen in die Strategieentwicklung eingebracht – darüber freuen wir uns sehr und hoffen auch weiterhin auf ein reges Interesse am Thema.

Letzte Änderung: 11.07.2017 - Ansprechpartner:

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