Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen

An der Universität Magdeburg wird an vielfältigen Forschungsprojekten gearbeitet. Ziel dieser soll es sein, die Ergebnisse in die Wirtschaft zu transferieren. Dabei unterstützt das Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) die Forschenden der OVGU und führt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. In einem Interview erzählt Michael Kauert, welche Leistungen das TTZ den Mitarbeitenden der Universität bietet und welche Angebote Unternehmen nutzen können.

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Welche Leistungen bietet das TTZ für Forschende der Universität an?

Grundsätzlich informiert das TTZ über nationale und internationale Förderprogramme und Forschungsaktivitäten, berät zu geeigneten Fördermöglichkeiten und unterstützt Forschende bei der Antragstellung sowie Projektabwicklung. Zudem vermitteln wir Kontakte, Ansprechpartner und vermarkten Forschungsergebnisse.

Im Detail umfassen unsere Leistungen folgende Angebote:

Forschungsförderung, Serviceangebot sowie Unterstützung und Beratung zur Antragstellung

  • Förderinformationen, Förderberatung und Mitwirkung bei der Antragstellung für Einzelpersonen und Gruppen
  • EU-Büro im EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt darüber hinaus EU-Projektmanagement und Service für die (Fach-) Hochschulen
  • Schulungsveranstaltungen und Workshops
  • Newsletter über das Forschungsportal
  • Unterstützung bei der Partnersuche und Reisen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit für Projekte
  • Datenbankrechercheangebote

 

Messen und Ausstellungen

Die Universität Magdeburg auf der CeBIT
Die Universität Magdeburg auf der CeBIT (Foto: Stefan Berger / Universität Magdeburg)

 

Gewerbliche Schutzrechte

  • Evaluierung der Ideen im Vergleich zum Stand der Technik
  • Festlegung der Anmeldestrategie unter Berücksichtigung des Publikationsinteresses der Forscher
  • Ausarbeitung, Einreichung und Überwachung von Schutzrechtsanmeldungen, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit externen Patentanwälten
  • Auffinden von potentiellen Verwertern und Verhandlung zum Zwecke des Abschlusses von Verträgen (Lizensierung, Verkauf, Ausgründung, Beteiligungen der OVGU) unter Einbeziehung des TUGZ

 

Services für Erfinder

Mitarbeitende der Universität können eigene Ideen aus ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit zu Schutzrechten anmelden und einer Verwertung zuführen lassen. Unterstützung bei allen Fragen zu gewerblichen Schutzrechten, beginnend mit der Generierung von Ideen und Überführung dieser in eine Erfindungsmeldung, bis hin zur Schutzrechtsanmeldung und der Umsetzung und Verwertung Ihrer Erfindungen. Erfinder erhalten aktuelle gesetzliche Grundlagen zu Förderungsmöglichkeiten bei beabsichtigten Ausgründungen und können ihre Ideen in Erfindersprechstunden darlegen.

Umfangreiche Recherchen zum Stand der Technik können ihnen durch das Patentinformationszentrum (PIZ) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, zur Verfügung gestellt werden. Zur Steigerung der Verwertungsquote der Erfindungen nutzen wir das Leistungsspektrum der ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH.

 

Diverse Transferleistungen und Informationsbereitstellung für Wissenschaftler und Behörden

  • Recherchemöglichkeiten zu Forschungsprojekten, Infrastruktur, Forschern, Publikationen, Fördermitteln, Forschungspartnern, wissenschaftlichen Veranstaltungen
  • Forschungsberichterstellung
  • Pflege der Professorenporträts auf der Website der Universität
  • Transfergutscheinprogramm

 

Wer kann die Leistungen des TTZ in Anspruch nehmen?

Angefangen von Studierenden, die sich in der vom TTZ betreuten XING-Gruppe der OVGU anmelden können oder sich für die Teilnahme am Transfergutscheinprogramm bewerben können bis hin zu Mitarbeitenden oder Professoren/innen unterstützt das TTZ Mitglieder der Universität, wenn es um Fragen der Forschung, Schutzrechte, Messen oder Transfer geht.

 

Worin besteht der Unterschied zum Transfer- und Gründerzentrum?

Der Unterschied zum Transfer- und Gründerzentrum (TUGZ) besteht hauptsächlich darin, dass sich das TUGZ vorrangig mit dem Thema Gründerservice beschäftigt. Daneben erbringt das TUGZ Leistungen und Zuarbeiten zum Zwecke der Vermarktung von gewerblichen Schutzrechten (Lizenzierung/Verkauf/Beteiligungen der Universität).

Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem TTZ und dem TUGZ besonders im Hinblick auf Beratungsleistungen zu gewerblichen Schutzrechten und die Übernahme von Schutzrechtsanmeldungen.

Alle anderen Bereiche des Technologietransfers und Forschungsservices werden vom TTZ abgedeckt. Perspektivisch sollen die beiden Bereiche zusammengeführt werden.

 

Welche Leistungen bietet das TTZ für Unternehmen an?

Wir bieten Unternehmen unter anderem die Teilnahme an der Firmenkontaktmesse für die Personalvermittlung- und Gewinnung, die Beratung zur Antragstellung gemeinsamer Forschungsprojektanträge zwischen der Universität und der Wirtschaft sowie das Transfergutscheinprogramm und Unternehmerprofile im Forschungs-/Innovationsportal.

Firmenkontaktmesse der Universität Magdeburg
Mit der Firmenkontaktmesse bietet das TTZ der Universität Magdeburg Unternehmen eine ideale Plattform zur Fachkräftegewinnung. (Foto: Stefan Berger / Universität Magdeburg)

 

An wen können sich Unternehmen wenden, wenn sie eine Kooperation mit der Uni anstreben?

Wenn Kontakte gesucht werden, können sich Unternehmen direkt an das TTZ wenden, wir stellen die Kontakte zu den entsprechenden Wissenschaftlern her. Anfragen können per Telefon, Mail oder Kontaktformular gestellt werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zudem hinsichtlich ihrer Aufgabenschwerpunkte direkt angesprochen werden. Zudem bieten wir einen Online-Chat an.

 

Von welchen Kooperationen des TTZ können Forschende der Universität profitieren?

Kooperation mit der Gemeinschaftsplattform „Forschung für die Zukunft“

Durch die Zusammenarbeit mit der seit dem Jahr 2000 bestehenden Plattform konnten bisher zahlreiche Projekte bei der Findung und Anbahnung neuer wirtschaftlicher Kontakte auf Messen unterstützt werden.

 

Mitarbeit im Bundes Messe Arbeitskreis (MAK)

Der MAK bündelt als Kompetenznetzwerk im Bereich Messen FuEE, Ministerien, Verbände und Messegesellschaften, Erfahrungen und Wissen der genannten Institutionen. Durch regelmäßig stattfindende Tagungen erfolgt ein reger Erfahrungsaustausch aller Beteiligten und trägt so umfassend zur Initiierung neuer gemeinsamer thematisch abgegrenzter Projekte bei, die zu einer Intensivierung und Förderung des Wissens- und Technologietransfers beitragen.

 

Arbeitskreis Messen der FuEE Sachsen-Anhalts (AKM)

Die FuEE Sachsen-Anhalts sind über die Vertreter aus den Bereichen für Transfer und /oder Öffentlichkeitsarbeit im Arbeitskreis Messen organisiert. Dieser Arbeitskreis trifft sich in regelmäßigen Abständen zur strategischen, terminlichen und organisatorischen Abstimmung. Die OVGU übernimmt hierbei über das TTZ eine leitende Funktion.

 

Zusammenarbeit mit dem EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt

Über das EUHSSA erfolgt ein reger Austausch zu vermarktungsfähigen EU-Projekten und Nutzung von Messen als Vermarktungs- und Kommunikationsplattform.

 

Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsclustern Sachsen-Anhalt, TTI, EEN, PVA

Hier erfolgt ein intensiver Austausch mit den Wirtschaftsclustern Sachsen-Anhalts sowie der TTI, der PVA und dem EEN im Messegeschehen.

 

Zusammenarbeit mit der IMG Sachsen-Anhalt

Mit der IMG Sachsen-Anhalt erfolgt seit vielen Jahren eine intensive Kooperation und regelmäßiger Austausch bei der Durchführung von Messeauftritten sachsen-anhaltischer FuEE.

 

Zusammenarbeit mit dem KAT-Netzwerk Sachsen-Anhalt

Das KAT-Netzwerk unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte zwischen FuEE und der Industrie. Für die Vermarktung und Kooperationssuche erfolgt hier in einem umfangreichen Maße die Nutzung der Messen als Plattform.

 

Austausch mit dem Innovations- und Forschungsportal Sachsen-Anhalts

Zwischen der Messeplattform forschung-fuer-die-zukunft.de sowie dem Innovations- und dem Forschungsportal erfolgt ein intensiver Datenaustausch und eine befruchtende Zusammenarbeit, die zur innovativen Weiterentwicklung aller drei Portale beiträgt.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Letzte Änderung: 16.05.2017 - Ansprechpartner:

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