Der Plastizitätstheorie die wissenschaftliche Karriere verschrieben

17.07.2017 -  

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat Ende Juni 2017 die Ehrendoktorwürde (Doktoringenieur Ehren halber) an Prof. em. Dr.-Ing. Otto Timme Bruhns verliehen. Gewürdigt werden mit dieser Auszeichnung seine Beiträge zur Plastizitätstheorie sowie seine beratende Tätigkeit bei der Einrichtung neuer Graduiertenkollegs in den Ingenieurwissenschaften an der Universität Magdeburg.

Ehrenpromotion Otto Bruhns1

Professor Dr. Helmus Weiß (li.), Prorektor für Haushalt und Planung, überreicht die Urkunde zur Verleihung den Ehrendoktorwürde an Prof. em. Dr.-Ing. Otto T. Bruhns (Mi.) im Beisein von Prof. Dr. Michael Scheffler, Dekan der Fakultät für Maschinenbau. Fotos: Harald Berger

 

 

 

 

 

 

 

 

Otto Timme Bruhns studierte von 1962 bis 1967 an der Fakultät für Bauingenieurwesen der Technischen Hochschule Hannover. In den 1960er Jahren war Hannover eines der Zentren der Mechanik-Forschung in Deutschland. Nach zügigem Studienabschluss wurde Otto Bruhns sehr schnell promoviert und folgte einem seiner akademischen Lehrer an die neugegründete Ruhr-Universität Bochum. Dort habilitierte er sich 1974 für das Fach „Mechanik“. Danach hatte er Professuren an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universität Kassel inne.

Durch Kontinuumsmechanik geprägt

Schaut man auf die wissenschaftlichen Leistungen zurück, fällt als Schwerpunkt die Plastizitätstheorie auf. Die Frage der genaueren Modellierung des Werkstoffverhaltens ist heute eines der Ziele der Mechanik. Dabei gilt es, die Brücke zu bauen zwischen der möglichst exakten Theorie und der Identifikation der Parameter, die sicher reproduzierbar sein sollten. Otto Bruhns wurde in seinem Umfeld durch die Kontinuumsmechanik geprägt. Konsequent entwickelte er in seiner wissenschaftlichen Arbeit das Konzept von Heinrich Hencky weiter und erreichte dabei auch wissenschaftliches Neuland.

Die Erziehung des akademischen Nachwuchses spielt eine wichtige Rolle im Leben eines Hochschullehrers. Als Prüfer im Fachstudium war er, so berichten ehemalige Prüflinge, äußerst akkurat und fragte auch nach den letzten Details.

Internationalität war ihm stets ein wichtiges Anliegen. Oft selbst auf Reisen versuchte er stets ohne belehrend zu sein, Gäste bzw. andere Wissenschaftler mit den Vorteilen des deutschen Wissenschaftssystems vertraut zu machen. Dabei stand stets die Freiheit von Lehre und Forschung im Mittelpunkt. Bis heute ist der Geehrte international aktiv. Im Sommersemester 2003 führte ihn eine Gastprofessur u. a. an die Kyushu Universität nach Japan.

Die Beziehungen zur Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg waren vielseitig: Beratung, Begutachtung, gemeinsame Promotionen, gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen. Für diese Leistungen u. a. wurde Prof. em. Dr.-Ing. Otto Timme Bruhns die Ehrendoktorwürde verliehen.

 

Letzte Änderung: 18.07.2017 - Ansprechpartner:

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