Karin-Witte-Stiftung fördert Nachwuchs

Universität auf gutem Weg


Auf dem Akademischen Festakt zu Ehren des Namenspatrons der Universität Otto von Guericke werden jährlich die besten Nachwuchswissenschaftler für ihre hervorragenden Forschungsleistungen ausgezeichnet. Seit 2005 stiftet die Karin-Witte-Stiftung die Dissertationspreise und die Fakultätspreise für die besten Promovenden der Fakultäten Naturwissenschaften, Verfahrens- und Systemtechnik, Informatik und Medizin. Die Stiftung wurde 2004 zur Förderung von Leistungen in Wissenschaft, Forschung, Kultur und Sport mit Schwerpunkt auf der Jugendförderung gegründet. Uni-Report sprach mit der Stifterin, Karin Witte, über den Preis und ihre Verbundenheit zur Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

 

Sie haben sich nach einem langen Berufsleben in der Bildung dazu entschlossen, Nachwuchswissenschaftler der Universität Magdeburg zu fördern. Was hat Sie dazu bewogen?

Mir liegen junge Menschen sehr am Herzen, und ich bin auch heute noch - seit mehr als 14 Jahren - als Dozentin für professionelles Englisch an der Universität Lübeck tätig. Ich bin davon überzeugt, dass mein Wissen und meine Erfahrungen den Studenten helfen. Mit meiner kleinen Stiftung und den Zuwendungen möchte ich besondere Leistungen honorieren. Ich hoffe sehr, dass die Preisträger sich nicht durch gute Angebote aus dem Ausland auf Dauer abwerben lassen, sondern ihr Wissen hier anwenden.


Sie und Ihre Familie stammen aus Lübeck, woher kommt Ihre Verbindung zu Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität?
Meine Familie hat viele Wurzeln und ist viel herumgekommen. Ich bin auf acht Schulen und vier Universitäten gegangen. Jedoch kommt ein Zweig aus der Altmark und auch aus Magdeburg. Seit 1610 besteht eine Familienstiftung in Salzwedel, deren Stifter Nicolaus Gercken Syndicus des Domkapitels zu Magdeburg war. Sein Vater war Cannonicus Lector am Hohen Stifte zu Magdeburg - ein Dozent für kirchliches Recht am Dom. Ich möchte mit meiner gemeinnützigen Stiftung vorwiegend in Sachsen-Anhalt fördern, da Lübeck seit Jahrhunderten über eine Vielzahl von Stiftungen verfügt. Daher habe ich mich 2005 an den Rektor der Universität Magdeburg, Herrn Professor Pollmann, gewandt.


Wie nehmen Sie die Universität Magdeburg wahr? Es ist ja noch eine vergleichsweise junge Alma Mater.
Die Lübecker Universität ist ebenfalls jung, und man gibt sich gerade deshalb besonders viel Mühe, um Studenten durch gute Reputation anzuziehen. Die Berichte und meine eigenen Erfahrungen mit der Universität Magdeburg sind sehr gut, so dass ich gern gerade eine junge Universität fördere.
Kinder von Freunden haben mir von ihrer Studienzeit in Magdeburg berichtet, und sie waren alle voller Lob und Stolz, dass sie diese Universität wählten und die Möglichkeit hatten, konzentriert und mit guter Betreuung viel Wissen zu erwerben in guter Atmosphäre.


Was wünschen Sie sich als Stifterin für die Magdeburger Wissenschaft, für die Zukunft der Universität und die der Stadt?
Für die Universität wünsche ich, dass es gelingt, den guten Ruf durch mehr Förderung von staatlicher Seite zu festigen. Ich finde es nicht richtig, wenn junge Universitäten, die noch nicht über ein großes Netzwerk mit Instituten verfügen, auf Dauer benachteiligt sind, denn bei vielen alten Universitäten hat sich dieses über viele Jahrzehnte entwickelt, als in Magdeburg noch gar nicht die Möglichkeit dazu bestand. Soweit ich dies beurteilen kann, glaube ich fest, dass die Universität Magdeburg mit ihren engagierten Mitarbeitern auf dauerhaft gutem Wege ist.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster