Neuer Masterstudiengang

Medizinische Systeme


Wie kann das Innere des Menschen von den Organen bis zu den molekularen Abläufen in einzelnen Zellen sichtbar gemacht werden? Wie sehen Schnittstellen zwischen Gehirn und Technik aus? Kann Telemedizin eine globale medizinische Versorgung auf hohem Niveau ermöglichen? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Studierenden des neuen interdisziplinären Masterstudiengangs "Medizinische Systeme" ab dem Sommersemester 2007 auseinandersetzen werden.

Neue Lösungen

Medizinische Systeme sind ein Paradebeispiel für den Wandel klassisch eingeteilter Wissenschaftszweige hin zu interdisziplinären Forschungsgebieten. Aus dem Zusammenschluss ingenieurwissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen mit der Medizin entstehen neuartige Diagnose- und Therapielösungen für das Krankenhaus, die Arztpraxis sowie andere Gesundheitsdienstleister. Das spiegelt sich in dem innovativen Masterstudienangebot "Medizinische Systeme" wider, welches von den Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau, Verfahrens- und Systemtechnik, Naturwissenschaften sowie der Medizinischen Fakultät, dem Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg sowie den Firmen Siemens und Philips getragen wird. Magdeburg als ein Wissenschafts- und Forschungsstandort mit weltweitem Renommee stellt ein ideales Umfeld für die Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet Medizinischer Systeme dar.

Die Aufnahme eines Studiums in diesem forschungs- und anwendungsorientierten Vollzeitstudiengang setzt einen Bachelorabschluss (Universität, in Ausnahmefällen FH) in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang oder einen vergleichbaren Abschluss voraus. Das Studium dauert vier Semester und umfasst 120 Credit Points. Es schließt mit dem Titel "Master of Science" (M.Sc.) ab, welcher gleichermaßen eine berufliche Qualifikation darstellt und zur Promotion berechtigt. Das Angebot ist auf 40 Studierende pro Jahrgang beschränkt. Die Studierenden können Spezialisierungen erwerben auf den Gebieten: biomedizinische Technik, Bildgebung und Bildverarbeitung, medizintechnische Systeme, interventionelle Operationstechniken, medizinische Informationssysteme, entscheidungsunterstützende Systeme, intelligente und kognitive Systeme oder Neurowissenschaften.

Berufliche Perspektiven

"Aufgrund der Beteiligung aller ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten unserer Universität sowie insbesondere der Einbindung zweier weltweit führenden Medizintechnikkonzerne können wir unseren Absolventen hervorragende Berufseinstiegsmöglichkeiten in Aussicht stellen. Darüber hinaus werden sie in den eigenen Forschungslaboren - so insbesondere im Rahmen des neurowissenschaftlichen Forschungsschwerpunkts unserer Universität - dringend benötigt", erläutert der Fachstudienberater, Prof. Dr. Georg Rose.
Berufliche Perspektiven eröffnen sich den Absolventen u.a. als Entwicklungsingenieure in der Medizintechnikindustrie, Informatiker im Krankenhaus, in der Gesundheitsdienstleistung, in der medizinischen Industrie, als Entwickler intelligenter Mensch-Maschine-Schnittstellen, als Wissenschaftler in der industriellen, akademischen und klinischen Forschung in Medizin und Neurowissenschaften, als Consultant für eingebettete Medizinische Systeme und Anlagen oder im Produktmanagement und im Verkauf von Medizinischen Systemen und Anlagen.
PM/I.P.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster