OVGU kooperiert in Forschung und Lehre mit der regionalen Wirtschaft

07.11.2012 -  

Der Technische Geschäftsführer der sachsen-anhalter Firma Innovative Particle Technology Pergande GmbH kurz IPT Pergande GmbH und Alumnus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), Dr.-Ing. Mirko Peglow, wurde von seiner Alma Mater zum Honorarprofessor ernannt. Der Verfahrenstechniker erhielt am 5. November 2012 vom Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. habil. Jens Strackeljan, seine Ernennungsurkunde und wird ab dem kommenden Sommersemester 2013 Lehrveranstaltungen an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik übernehmen.

Prof. Dr.-Ing. Mirko Peglow, 1974 in Magdeburg geboren, schloss im Jahr 2000 sein Studium Wirtschaftsingenieurwesen für Verfahrens- und Energietechnik an der Universität Magdeburg mit Auszeichnung ab. 2004 wurde er mit der Note „summa cum laude“ zum Dr.-Ing. der Fachrichtung Verfahrenstechnik promoviert. Von 2005 bis 2008 war Peglow als Oberassisent am Lehrstuhl für Thermische Verfahrenstechnik tätig und wurde 2007 zum Juniorprofessor ernannt. Von 2008 bis 2012 übernahm er die Leitung einer Nachwuchsforschergruppe im Rahmen des BMBF-Programms InnoProfile.

Das Forschungsgebiet Peglows liegt schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Wirbelschichttechnik. Beim Wirbelschichtverfahren werden flüssige Produkte in Granulate umgewandelt, wodurch die Stoffe für die Industrie wesentlich besser zu verarbeiten sind. Die Eigenschaften der erzeugten Granulate, wie beispielsweise Größe, Feuchtigkeit oder eine präzise Zusammensetzung, können durch das Wirbelschichtverfahren exakt und gezielt eingestellt werden. Die Forschung auf dem Gebiet der Wirbelschichttechnik hat eine lange Tradition an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und ist international führend.

Neben seiner Arbeit als Leiter der Nachwuchsgruppe NaWiTec arbeitete Mirko Peglow im Vorstand des Regionalen Wachstumskerns Wirbelschicht- und Granuliertechnik (WIGRATEC). Dieses Netzwerk von Forschungseinrichtungen und regionalen Industriepartnern entwickelt seit 2009 neue Verfahren und Technologien auf dem Gebiet der Wirbelschichttechnik.

Im März 2012 übernahm Dr.-Ing. Mirko Peglow die Technische Geschäftsführung der Firma IPT Pergande GmbH in Weißandt-Gölzau, einem mittelständischen Unternehmen mit ca. 170 Mitarbeitern, welches als weltweit führend im Bereich der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln mittels der Wirbelschichttechnik gilt. Darüber hinaus ist das Unternehmen einer der Hauptpartner des Lehrstuhls für Thermische Verfahrenstechnik bei großen BMBF-Projekten, wie der Innoprofile Nachwuchsforschungsgruppe NaWiTec und dem Regionalen Wachstumskern WIGRATEC.

Peglow wurde unter anderem mit dem Hugo-Junker-Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt (2004), dem Forschungspreis des Landes Sachsen-Anhalt für Angewandte Forschung (2006), dem Forschungspreis der IHK Sachsen-Anhalts (2009), dem Preis für Exzellenz in der Forschung auf dem Gebiet der Trocknungstechnik (2011) und dem Ehrenring des Vereins Deutscher Ingenieure für besondere Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet (2011) ausgezeichnet.

 

Honorarprofessoren

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurden seit dem Jahr 2000 21 Vertreter aus der Industrie und Wirtschaft als Honorarprofessoren berufen, vor allem an den natur- und ingeneurwissenschaftlichen Fakultäten, aber auch in der Medizin oder den Humanwissenschaften (Dr. Matthias Puhle, Direktor des Kulturhistorischen Museums Magdeburg). Honorarprofessoren sind nebenberufliche Professoren. Sie müssen als selbstständige Dozenten oder Lehrbeauftragte ihre pädagogische Eignung nachgewiesen und besondere wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen erbracht haben. Die Qualifikation ist durch Gutachten externer Wissenschaftler zu belegen. Honorarprofessoren führen diese Amtsbezeichnung im vollständigen Wortlaut oder mit der Abkürzung „Hon.-Prof.“. Sie halten Lehrveranstaltungen ab, sind hauptberuflich aber weiterhin außerhalb der Hochschule tätig. Durch die Bestellung von Honorarprofessoren sollen Personen mit Bezug zur Praxis für die universitäre Lehre gewonnen und dauerhaft eng an die Hochschule gebunden werden.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster