Sprache der Macht - Macht der Sprache

20.10.2011 -  

Sprache ist Medium der Mächtigen. Sprache selbst ist aber auch eine Macht. Und auch scheinbar Schwache können Sprache als Instrument nutzen. Dem Verhältnis von Sprache und Macht geht am 27. Oktober 2011 der Berliner Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Josef Klein in einem Vortrag auf den Grund. Dazu laden die Gesellschaft für deutsche Sprache und das Institut für Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg alle Interessierten herzlich ein.

WAS:   Vortrag Sprache und Macht von Prof. Dr. Josef Klein, Berlin
WANN: 27. Oktober 2011, 19.00 Uhr
WO:     Hörsaal 3 im Gebäude 50, Große Steinernetischstraße

Der Eintritt ist frei.

In modernen Demokratien ist die Sprache - als Wort, als Satz, als Text, als Diskurs - vor allem eine multimedial eingesetzte Ressource des Wettbewerbs um die Macht. Dabei geht es um eine kurzfristige rhetorische Wirkung ebenso wie um die nachhaltige Beeinflussung des Denkens und Handelns. Zu den vielfältigen Facetten des Umgangs mit der Sprache in der Politik zählen Bekenntnis und Appell, Argument und Erklärung, freies Wort und "political correctness", Selbstlob und Diffamierung, routiniertes Ausweichen und Reden auf den Punkt. Im Vortrag werden die grundsätzlichen Aspekte politischer Kommunikation an aktuellen Beispielen verdeutlicht.

Josef Klein ist Professor für Germanistische Linguistik und gehört zu den profiliertesten Sprachwissenschaftlern, die sich mit Fragen der Sprache in der Politik auseinandersetzen. Seine Beiträge u.a. zur politischen Semantik, zur politischen Rede und zu Gesprächen von Politikern in den Medien bestimmen seit Jahrzehnten die Diskussionen über die Sprache in der Politik. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Josef Klein eigene Erfahrungen als ehemaliger Bundestagsabgeordneter gesammelt hat und diese in die universitäre Lehre und in die Forschungen zur politischen Kommunikation einbringt. Professor Klein war Präsident der Universität Koblenz-Landau und ist nach seiner Emeritierung als Gastdozent am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin tätig.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Seit ihrer Gründung im Jahre 1947 sieht sie es als ihre Aufgabe, die Sprachentwicklung kritisch zu beobachten und auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung, Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch zu geben.

Ansprechpartnerin:
Dr. Kornelia Pollmann, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Germanistik, und Vorsitzende der GfdS in Magdeburg, Tel.: 0391 67-16640 oder 67-16616, E-Mail: kornelia.pollmann@ovgu.de