Mauerbau, Grenze und Militarisierung in der DDR

17.06.2011 -  

Das Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn in der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt veranstalten vom 24. bis 26. Juni 2011 eine Konferenz unter dem Titel "Mauerbau, Grenze und Militarisierung in der DDR" an der Universität Magdeburg. Am 13. August jährt sich der Mauerbau zum 50. Mal - dieses Jubiläum bietet Anlass zur Erinnerung.

Der erste Veranstaltungstag klingt mit einer Otto-von-Guericke-Vorlesung von Lutz Ra­thenow, Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, unter dem Titel "Mauerbau, Grenze und DDRismus" aus. Der Publizist und Schriftsteller Lutz Rathenow reflektiert den Mauerbau, die innerdeutsche Grenze sowie das Leben vor, mit und nach der Mauer aus seiner eigenen Sicht der Dinge. Als Bürger der DDR war Lutz Rathenow in der unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung aktiv und fiel zuweilen durch Schriften auf, durch welche er selbst in das Visier des Ministeriums für Staatssicherheit geriet. Als Zeitzeuge und Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen sieht er seine Aufgabe in der Vermittlung und Aufarbeitung des Gewesenen und in der Unterstützung zukünftiger Forschung. In den Otto-von-Guericke-Vorlesungen, mit der die Universität ihren Namenspatron ehrt, führt die OVGU seit 1995 international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Disziplinen und Öffentlichkeit zusammen.

WAS?      Otto-von-Guericke-Vorlesung "Mauerbau, Grenze und DDRismus" gehalten von Lutz Rathenow,
              Sächsischer Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, Schriftsteller
WANN?   24. Juni 2011, 19.00 Uhr
WO?       Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 50, Hörsaal 3, Große Steinernetischstraße 6

Die Konferenz "Mauerbau, Grenze und Militarisierung in der DDR" möchte das Grenzregime, seine Opfer und die mit dem Ausbau der Grenze verbundene Militarisierung der DDR als wichtigen Teil der Alltagsgeschichte thematisieren. Es soll die Präsentation neuer Forschungen mit der Vorstellung bereits veröffentlichter Untersuchungen verbunden werden, um das Verständnis für die Verbindungen zwischen Repressions- und Alltagsgeschichte zu schärfen. In Kooperation mit dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt finden interessante Diskussionen in Arbeitsgruppen statt. So werden unter anderem Themen wie die "Besetzung und Besatzung", "Geschichte der NVA", "Es gab kein Niemandsland - Ein Dorf im Sperrgebiet" und "Mauerbau und Grenzregime" in den Mittelpunkt der Vorträge gerückt. Professor Silke Satjukow vom Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg moderiert die Konferenz.

 

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