Erklärung des Rektors der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

30.05.2007 -  

Bei den diesjährigen Wahlen zum Studentenrat vom 04.06.2007 bis 06.06.2007 treten erstmals zwei Kandidaten auf einer Liste an, die den rechtsextremen Gruppierungen zuzurechnen sind. Das gilt vor allem für den Studierenden, der aktives Mitglied der NPD-Jugendorganisation ist. Ich möchte als Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg meine Betroffenheit darüber zum Ausdruck bringen. Das aktive und passive Wahlrecht gilt für alle Studierenden. Deshalb musste diese Liste zugelassen werden. Acht studentische Hochschulgruppen haben einen gemeinsamen Aufruf

Studentische Erklärung gegen Rechts -
für Demokratie, Weltoffenheit und Gleichberechtigung

veröffentlicht. Ich möchte meinen Respekt darüber zum Ausdruck bringen. Ich danke diesen Hochschulgruppen, die das ganze hochschulpolitische Spektrum repräsentieren, für diese Initiative und drücke damit meine volle inhaltliche Übereinstimmung aus.

Ich schließe daran die dringende Bitte an alle Studierenden der Otto-von-Guericke-Universität an, sich diese Erklärung zu eigen zu machen und durch ihr Wahlvotum zum Ausdruck zu bringen, dass Rechtsextreme an der Otto-von-Guericke-Universität eine verschwindend kleine Minderheit ohne jeden Rückhalt in der Studentenschaft sind.

Gehen Sie bitte zur Wahl und entscheiden Sie sich für eine Liste, deren Kandidaten sich ohne Einschränkung zu Freiheit, Toleranz, interkulturellem Verständnis und demokratischen Werten bekennen.


Der Rektor
Prof. Dr. K. E. Pollmann