Archäologische Ringvorlesung: Unterwasserarchäologie im Arendsee

07.05.2007 -  

Am 10. Mai 2007 findet der nächste Vortrag der Ringvorlesung zur archäologischen Forschung in der Region am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt. Dr. Rosemarie Leineweber vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt berichtet über "Unterwasserarchäologie im Arendsee". Die Vorlesungsreihe findet jeweils am Donnerstag statt, von 17:00 bis 19:00 Uhr im Raum 331, Gebäude 40 in der Zschokkestraße 32. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Im Jahr 2003 entdeckten Sporttaucher auf dem Grund des Arendsees in der nördlichen Altmark einen Einbaum. Gemeinsam mit Forschungstauchern des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern führte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt die Dokumentation und Bergung des spätmittelalterlichen Einbaums durch. Weitere Bootsfunde aus der Elbe folgten und belegen die Jahrhunderte lange Nutzung von Einbäumen auch für Sachsen-Anhalt.

In der Folge gelangen im Arendsee weitere spektakuläre Funde, so etwa ein hochmittelalterlicher Prahm, eines der ältesten flachbodigen Lastschiffe Norddeutschlands, und Mühlsteine, die vermutlich zu einer versunkenen Mühle gehören. Die bislang bedeutendste Entdeckung ist eine 4600 Jahre alte und über 100 Meter lange Fischfangeinrichtung, außergewöhnlich gut erhalten und zugleich ältester derartiger Fund des deutschen Binnenlandes.

Am 24. Mai 2007 berichtet Dr. Götz Alper in der Ringvorlesung über "Bergbau und frühe Besiedlung im östlichen Harz", am 31. Mai 2007 lautet das Thema von Matthias Lindemann "Wasserversorgung seit der Jungsteinzeit - urgeschichtlicher Brunnenbau im Experiment".

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