Das Magdeburger Domkapitel um 1500

12.04.2007 -  

Die politischen Kräfteverhältnisse des Magdeburger Domkapitels an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert stehen am Dienstag, dem 17. April 2007 um 19.00 Uhr im Mittelpunkt des "Magdeburger Geschichtsforums in der Universitätsbibliothek". Auf Einladung des Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland e.V. und der Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hält der Berliner Historiker Dr. Thomas Willich einen Vortrag zum Thema "Zwischen Hohenzollern und Wettinern: das Magdeburger Domkapitel um 1500". Veranstaltungsort ist der Vortragsraum in der Universitätsbibliothek (Eingang Pfälzerstraße), der Eintritt ist frei.

Ausgehend von der Zusammensetzung und den Machtstrukturen des Magdeburger Domkapitels um 1500 berichtet Dr. Willich über jene geistliche Gemeinschaft, die über die Besetzung des Erzbischofstuhls zu entscheiden hatte. Die Wahl Albrechts II. von Brandenburg im Alter von nur 23 Jahren zum Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt beendeten die Bestrebungen des Kurfürsten von Sachsen, das Erzbistum in der Hand eines Wettiners zu halten. Bis 1628 wurde die Erzdiözese nun durch Söhne des Hauses Brandenburg regiert und fiel 1680 als Herzogtum endgültig an die Kurfürsten von Brandenburg.

Dr. Willich ist Lehrer am Humboldt-Gymnasium Eichwalde (bei Berlin). Seine Dissertation über das Magdeburger Domkapitel im Spätmittelalter und weitere Veröffentlichungen zur Geschichte der Magdeburger Kirche und zur spätmittelalterlichen Reichsgeschichte weisen ihn als Spezialisten für dieses Thema aus.

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