Ideen für die Zukunft

 Welche Rolle können die Menschen in einer globalisierten Wirtschaft und Arbeitswelt einnehmen? Wie können wir auf die Anforderungen der Zukunft reagieren? Die Antwortsuche auf solche Fragestellungen war Ziel des internationalen Kongresses inter-aktion-zukunft][Kultur Bildung Technik. Veranstalter des Kongresses waren die Stadt Magdeburg, der Studiengang KWL][cultural engineering an der die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Gesellschaft für Kulturwissenschaft e.V. Vom 25. bis 27. September 2005 diskutierten Menschen aus unterschiedlichen Aufgabenfeldern über eine aktive Gestaltung der Zukunft. Im Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, interessierter Öffentlichkeit und Studierenden wurde das Zukünftige durchdacht und probeweise erkundet. In mehr als 20 Arbeitsgruppen wurden Ideen zusammengetragen und mögliche Umsetzungen diskutiert.

Wie im Workshop "Futurologie der Denkfabriken - zur Funktion von Think Thanks" festgestellt, gibt es eine Menge guter Ideen, doch mangelt es an "Beginnlosigkeit", wie Dr. Martin Kiel von der Douglas Holding sagt. Die Ideen sind da, doch wer macht den ersten Schritt zur Umsetzung? Ein gelungenes Beispiel für einen solchen Schritt bot der Workshop "Unternehmen-Hochschulabsolventen-Unternehmensgründungen". Das Projekt "Idea Engineering" zeigte, dass Ideen zu produzieren sind wie Automobile. Die "industrielle Ideenproduktion" des Projektes wird sich demnächst als Ideenfabrik "Zephram" aus der Universität Magdeburg ausgründen und einen Standort am zukünftigen Wissenschaftshafen haben.
Der Workshop Eventlogistik-Eventkultur hat sich die weiterführende Aufgabe gestellt, studentische Sportprojekte und -ideen auf ihre Realisierbarkeit zu überprüfen und diese dann mit dem nötigen logistischen Know-How umzusetzen. So wird ein Beitrag zur Eventkultur der Stadt geleistet.
In den Arbeitsgruppen aus dem Bereich Bildung konnte ein Perspektivenwechsel festgestellt werden. Im Workshop "Erfolgreiche Bildungsorganisationen - eine Frage des richtigen Designs/Schule anders: 'Futurum'" wurde die Losung "Lehrer in die Wirtschaft" ausgegeben. Lehrende als Praktikanten in Wirtschaftsunternehmen könnten zu einem engeren Realitätsbezug führen, die Erfahrungen und deren Weitergabe einen neuen Aspekt in den Unterricht einbringen. Hans Ahlenius, Begründer der "Futurum-Schule" in Habo, Schweden, stellte dieses Schulmodell vor.

Vorträge rundeten die Arbeit in den Workshops ab. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, sprach über Technikkompetenz als Thema zeitgemäßer Bildung. Der britische Professor John Tomlinson fügte Technologien und kulturelle Werte zusammen. Die Londoner Künstler Philip Courtenay und Peter Hatton sagten etwas zu Raum und Leben in städtischen Entwicklungen. Der Magdeburger Professor Graham Horton stellte sein Projekt "Idea Engineering" und dessen Potential für die Herstellung von Ideen für die Zukunft vor.

In den insgesamt 21 Workshops und fünf Vorträgen wurden Perspektiven und Ideen entwickelt und geöffnet, die nicht im luftleeren Raum verhallen sollen. In bereits laufenden und neuen, sich anschließenden, Projekten werden diese Erfahrungen mit eingebracht. Darüber hinaus werden Ideen und Projekte in einer Publikation und im Internet veröffentlicht. Der Kongress hat einen Anstoß gegeben, nicht nur zu neuen Ideen, sondern auch zu deren Umsetzungen. Als zweiter Interaktions-Kongress des Studiengangs "Cultural Engineering", setzt er die Kongressserie fort, in der 2007 ein neuer Kongress folgen wird.


Für weitere Fragen steht gern zur Verfügung
Prof. Dr. Renate Girmes, Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft, Telefon: 0391 67-16941, E-Mail: renate.girmes@gse-w.uni-magdeburg.de

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster