DAAD-Sommerschule führt Gäste aus ganz Afrika an die Universität Magdeburg

 Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist vom 25.09. bis 01.10.2005 Gastgeber für den Bereich Technik und Entwicklung der Sommerschule für afrikanische Netzwerke, die durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert wird. Aus ganz Afrika, u.a. Sierra Leone, Botswana, Südafrika, Kenia, Äthiopien, Malawi, Tansania, Zambia, Mali, Ghana, Kongo, Nigeria, kommen die 25 Teilnehmer, die DAAD-Stipendiaten sind oder es waren. Sie studieren und promovieren in ihren Heimatländern oder sind an Universitäten und Forschungseinrichtungen als promovierte Wissenschaftler tätig. Deutschlandweit organisieren drei Universitäten - Bochum, Gießen, Magdeburg - Sommerschulen des DAAD.

In einer Zeit, in der Globalisierung und internationale Vernetzung zunehmen, wird Wissen zu einer entscheidenden Ressource für internationale Wettbewerbsfähigkeit und politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Entwicklungsländern. Hierfür sind akademisch ausgebildete Fach- und Führungskräfte, qualifizierte Wissenschaftler als Partner für die Bundesrepublik Deutschland vor Ort unentbehrlich. Diese Schlüsselpersonen sollen in Sommerschulen gefördert werden. Als Berater ihrer Regierungen haben sie die Möglichkeit und Aufgabe, wertvolle Entwicklungsimpulse zu geben.

Die Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik zeichnet für die Sommerschule verantwortlich. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Hauptmanns, Lehrstuhl Anlagentechnik und Anlagensicherheit, am Institut für Apparate- und Umwelttechnik, wurde ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Die Gäste betreut während ihres Aufenthalts in der Landeshauptstadt Daniel Abicht, Mitarbeiter am Lehrstuhl. Die Teilnehmer werden theoretisch und praktisch an ausgewählten Beispielen mit Themen vertraut gemacht, die für Afrika von Bedeutung sind: Sicherheit und Umweltschutz. Auf dem Gebiet der Sicherheit werden sowohl der Arbeitsschutz als auch die Sicherheit technischer Anlagen angesprochen. In beiden Fällen wird eine allgemeine Einführung gegeben. Auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes wird ein modernes System zur sicheren Gestaltung von Arbeitsplätzen erläutert. Die Teilnehmer erhalten ein dazu entwickeltes Computerprogramm zur eigenen Verwendung in ihrem Land. Der experimentelle Teil zur Anlagensicherheit zeigt die Neuentwicklung eines eigensicheren Reaktors und damit die Umsetzung eines Prinzips, das sich wegen Einfachheit und Wirksamkeit gerade auch für Entwicklungsländer eignet und zur Nachahmung empfohlen wird. Zum Thema Umwelt werden die Teilnehmer mit Messmethoden zur Entdeckung von Schadstoffen in Abgasen vertraut gemacht. Der Lehrstuhl für Strömungsmechanik und Strömungstechnik, Prof. Dr. Dominique Thévenin, bietet ein Praktikum für Armaturenauslegung sowie Vorführungen in einem modern eingerichteten Computerlabor an. Der international ausgewiesene Spezialist auf dem Gebiet der Strömungsakustik, Dr. Peter Baade, aus Fayetteville, USA, der zur Zeit an der Universität weilt, wird einen Fachvortrag mit Demonstrationsversuchen halten. Eine Exkursion ergänzt die Fachvorträge und Laborvorführungen. Im Heizkraftwerk Magdeburg wird die Umsetzung von Prinzipien der kontinuierlichen Rauchgasanalyse dargelegt und vorgeführt.

Für Journalistenanfragen steht gern zur Verfügung:
Dipl.-Ing. Daniel Abicht, M.Sc., Institut für Apparate- und Umwelttechnik, Abteilung Anlagentechnik und Anlagensicherheit, Tel.: 0391 67-18831 (Sekretariat), E-Mail: dabicht@web.de

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster