Gravitationswellen auf der Spur

 Anlässlich des Einsteinjahres 2005 lädt die Fakultät für Naturwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu einem öffentlichen Kolloquium am Donnerstag, dem 21. April 2005, 16.30 bis 18.00 Uhr, ein. Der Vortrag findet auf dem Campus am Universitätsplatz, Hörsaal 5/Gebäude 16, statt.

Dr. Peter Aufmuth, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Universität Hannover, hält einen Vortag zum Thema "Gravitationswellen auf der Spur - GEO 600". Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie senden beschleunigte Massen Gravitationswellen aus. Sie führen zu winzigen Abstandsänderungen zwischen den im Raum enthaltenen Objekten. Kilometerlange Laserinterferometer in Michelson-Anordnung sollen diese Wellen empfangen. Seit 2002 sind weltweit vier solcher Detektoren in Betrieb, einer davon ist GEO 600 unterirdisch in der Nähe von Hannover. An einer Erhöhung der Detektor-Empfindlichkeit wird gearbeitet. Ein neuartiger empfindlicher Detektor mit fünf Millionen km langen Messstrecken im All namens LISA ist für das Jahr 2013 geplant.

Peter Aufmuth, geb. 1943, studierte Physik an der damaligen Technischen Hochschule (heute Universität) Hannover, promovierte 1977, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der dortigen Hochschule und ist am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik tätig. Seine Forschungsgebiete sind u. a. die Atomphysik, speziell die Spektroskopie von freien Atomen, und Laseranwendungen in der Medizin. Darüber hinaus widmet er sich in den letzten Jahren dem Nachweis von Gravitationswellen (Folgerung aus der Allgemeinen Relativitätstheorie).

Interessierte sind herzlich zu diesem Vortrag willkommen. Der Eintritt ist frei.

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster