Universität Magdeburg ehrt Dichterfürsten Schiller

Mit einer Ringvorlesung ehrt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg den Dichterfürsten Friedrich Schiller, dessen Todestag sich am 09. Mai 2005 zum 200. Mal jährt. Das öffentliche Gedenken an Geburts- und Todestage berühmter Dichter zeigt, dass sie noch fest verankert sind im kulturellen Gedächtnis einer Gesellschaft.

Die Ringvorlesung, die das Institut für Germanistik der Universität gemeinsam mit der Goethe-Gesellschaft Magdeburg organisiert versteht sich als eine Einladung zum Wiederlesen der Texte Schillers. Das Themenspektrum ist weit gespannt. Neben dem Dichter wird auch der Historiker und Kulturkritiker Schiller vorgestellt. An der Ringvorlesung beteiligen sich neben Wissenschaftlern verschiedener Institute der Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften der Magdeburger Universität auch namhafte in- und ausländische Schiller-Forscher. So analysiert Karl S. Guthke (Cambridge/USA, Harvard Universitiy) das eigentümliche Faszinosum, das für den Dramatiker Schiller von dem Phänomen der Grausamkeit ausging, der französische Literaturwissenschaftler Marc-René Pille (Paris X-Nanterre) betrachtet die Wallenstein-Trilogie vor dem Hintergrund des Epochenereignisses der Französischen Revolution und Georg Bollenbeck (Siegen) widmet sich dem Theoretiker Schiller.

Die Vorlesungen finden jeweils dienstags von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr, Hörsaal 3, Gebäude 50 (Große Steinernetischstraße) statt. Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Folgende Vorlesungen werden zu Schiller im Sommersemester 2005 angeboten:

26. April 2005, PD Dr. Bernhard Jahn: "Der Imaginator und seine Opfer - Schillers Räuber als Theater der Einbildungskraft"
3. Mai 2005, Prof. Dr. Mathias Tullner, "Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?" - Schiller als Historiker
10. Mai 2005, Prof. Dr. Michael Pauen: "Schillers Freiheitsbegriff"
24. Mai 2005, Prof. Dr. Georg Lohmann: "Schöne Moral"
31. Mai 2005, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann: "Schiller und die Nation"
7. Juni 2005, Dr. René-Marc Pille: "Schiller und die Französische Revolution. Wallenstein als dramatische Antwort"
14. Juni 2005, PD Dr. Hans Werner Breunig: "Burke, Schiller, Kant: zur Ästhetik Friedrich Schillers"
21. Juni 2005, Prof. Dr. Eva Labouvie: "Schillers Vorstellungen von Geschlechterbeziehungen"
28. Juni 2005, Prof. Dr. Karl S. Guthke: "Schiller und das Theater der Grausamkeit"
5. Juli 2005, Prof. Dr. Georg Bollenbeck (Siegen): "Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit." Schiller als Kulturkritiker
12. Juli 2005, Prof. Dr. Wolfgang Adam: "Das Experiment eines 'modernen Dichters': Der Rückgriff auf die antike Tragödie in der Braut von Messina"

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster