Neues zum Mythos um Troja

"Homers Troja zwischen Griechenland und Anatolien. Eine Luwische Welt in der Ilias?" ist der Titel des Vortrags von Dr. Hartmut Blum vom Historischen Seminar der Technischen Universität Braunschweig am 27. Juni 2001. Gastgeber der Veranstaltung, die um 18 Uhr beginnt und im Raum 331, Gebäude 40 der Universität, Virchowstraße 24, stattfindet, ist das Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Der Vortrag von Dr. Blum soll nicht zuletzt einstimmen auf die große Troja-Ausstellung, die vom 14. Juli bis zum 14. Oktober 2001 unter dem Motto "Traum und Wirklichkeit" im Braunschweigischen Landesmuseum und im Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig zu sehen sein wird. Dabei wird sich der Gastredner auseinandersetzen mit neueren, auch durch die aktuellen Ausgrabungen in Troja inspirierten Forschungsmeinungen, die besagen, dass Homer in der Ilias zumindest die Trojaner als echte "Anatolier" schildern wollte, und zwar nach dem Vorbild der zeitgenössischen Bewohner Westkleinasiens, der Luwier. Sollte das aber der Fall sein, dann wäre die Homerforschung, die seit gut zwei Jahrhunderten der Ansicht war, dass Homer eine im wesentlichen griechische Welt darstellt, wenigstens zur Hälfte in die Irre gegangen. Die Frage ist nicht zuletzt deshalb entscheidend, weil Homer, der mit seinen Gedichten "Ilias" und "Odyssee" die europäische Literatur begründete, mit Troja einen Mythos erschuf, der bis heute immer wieder von Künstlern und Schriftstellern aufgegriffen wurde und der zu allen Zeiten die Menschen faszinierte.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster