Für Studierende

Alle Studierenden, die in Deutschland an einer deutschen Hochschule/Universität studieren, unterliegen der gesetzlichen Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungspflicht (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V).

Deswegen muss auch jeder ausländische Student Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse bzw. einer Ersatzkasse werden oder sich privat versichern. Die Wahl der Krankenversicherung während des Studiums ist bis zum 30. Lebensjahr oder 14. Fachsemester bindend. Die Studiensemester im Heimatland werden mitgezählt.

Der Mitgliedsbeitrag in gesetzlichen Krankenversicherungen (inklusive Pflegeversicherung) beträgt zurzeit ca. 95 Euro pro Monat für Studenten und Studentinnen bis zum 30. Lebensjahr und bis zum 14. Fachsemester.

Die Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung sind:

  • die unbürokratische Abwicklung der Arztbesuche durch Vorlage einer Gesundheitskarte
  • ein günstiger Tarif
  • etwaige Vorerkrankungen sind ohne Relevanz
  • alle gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen haben mehr oder weniger identische Tarife mit abweichenden individuellen Leistungen
  • Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen können ohne zusätzliche Kosten mitversichert werden

Bei Erreichen des 30. Lebensjahres oder des 14. Fachsemesters können Sie sich freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse weiterversichern. Die Krankenkassenbeiträge erhöhen sich in zwei Stufen. Derzeit beträgt der Beitrag für die freiwillige Krankenversicherung 180 Euro monatlich.

Auf diesem Verbraucherportal ist ein Vergleich gesetzlicher Krankenkassen zu finden.

Sofern Sie sich bei Studienbeginn für eine private Krankenversicherung entschieden haben, müssen Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse die Befreiung von der Versicherungspflicht beantragen. Diese Befreiung von der Versicherungspflicht wird nicht für private Reisekrankenversicherungen ausgesprochen.

Einige private Versicherungen bieten Studententarife an. Hier ein Vergleich der Tarife und Leistungen.

Letzte Änderung: 23.05.2019 - Ansprechpartner: M.A. Anne-Katrin Behnert