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Exponate
- Sonderforschungsbereich SFB 622 Nanopositionier- und Nanomessmaschinen
Das Ziel des Sonderforschungsbereiches 622 ist die Schaffung der wissenschaftlichen Basis für nanotechnologische Ausrüstungen zur Positionierung, Antastung, Messung, Analyse, Modifizierung und Manipulation von dreidimensionalen Objekten in Raumbereichen bis zu 450 mm x 450 mm x 80 mm mit Nanometerpräzision. Um dieses Ziel erreichen zu können, sind anspruchsvolle theoretische und experimentelle Untersuchungen zu neuartigen Teilsystemen und zum Gesamtverhalten der Nanopositionier- und Nanomessmaschinen durchzuführen. Nur durch das optimale Zusammenwirken unterschiedlicher Wissensgebiete wie Metrologie, Messtechnik, Nanoanalytik, Antriebstechnik, Mechanik, Optik, Elektronik, Konstruktion, Werkstofftechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Signalverarbeitung sind die hohen Zielstellungen, in die Grenzbereiche der Nanopositionier- und Nano messtechnik vorzustoßen, erreichbar.
- 3D Inspector
Ergonomischer Sicht- und Montagearbeitsplatz mit Farbkameras
Das Montieren oder Löten von kleinen Baugruppen und die Inspektion von Leiterplatten, Lötstellen oder Mikroteilen wird durch den “3D Inspector“ wesentlich erleichtert. Zwei Farbkameras projizieren die Objektszene dreidimensional und 6-fach vergrößert auf den Monitor. Die Polarisationsbrille ermöglicht die 3D-Ansicht und gewährleistet eine zuverlässige Tiefeninformation. Der Bediener hat dabei eine freie Arbeitsfläche und einen nahezu gleichen Arbeitsabstand zwischen Objekt und Monitor.
- Thermische Mikrosensoren
Unsere Thermopile-Sensoren und Sensorarrays zum Nachweis von Infrarot- (einschließlich THz-) Strahlung für die berührungslose Temperaturmessung, die NDIR-Gasanalytik sowie die IRSpektroskopie und IR-Bildgebung weisen in ihrer Detektivität internationale Spitzenwerte auf. Sie sind das Ergebnis langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit zum FEM-basierten Layoutentwurf sowie zur Technologie- und Materialoptimierung. Die Palette der IR-Thermopiles wird ergänzt durch Mehrelement-Sensorchips sowie Thermopilezeilen-Chips, für die wir auch anwenderspezifische Entwicklungen durchführen. Weiterhin werden ultrasensitive Mikroflow-Kalorimeterchips (Nachweisgrenze: <100 nW), planare AC/DC-Thermokonverter als Primärstandard und thermische Gasströmungssensoren angeboten, welche generell auf hocheffektiven thermoelektrischen Funktionsschichten beruhen. Anwenderforderungen nach einem Einsatz der Sensoren bei erhöhten Umgebungstemperaturen entspricht unser Angebot eines hochtemperaturbeständigen IR-Sensor-Chips, dessen Einsatzbereich sich auf maximal 180 °C erstreckt.
- Widerstandsfähige Sensoren für die chemische Verfahrenstechnik
Im ForMaT-Projekt μRT.Lab wird ein Temperatursensor zum Einsatz in miniaturisierten chemischen Rohrreaktoren entwickelt. Mit ihm können Temperaturen bis 350 °C bei Drücken bis zu 200 bar mit großer Genauigkeit gemessen werden, ohne die Strömung des Reaktionsmediums zu beeinflussen. Zur Überwachung von Mehrphasenströmungen wurde ein
glasfasergestütztes Sensorsystem entwickelt, das Phasenübergänge und -geschwindigkeiten, z.B. von Gas- und Flüssigphasen, mit hoher Auflösung misst. Eine Erweiterung auf spektroskopische Untersuchungen ist in Entwicklung.
Zur optischen Energieversorgung und schnellen bidirektionalen Datenübertragung wurde das energieeffiziente System OASIS (Optisch aktives Sensor-Interface-System) entwickelt. Es ist grundlegend für galvanisch getrennte Sensoren in rauen Umgebungen konzipiert.
- 3D-Oberflächenmesstechnik
Durch die ständig wachsenden Forderungen aus der Produktion nach zerstörungsfreier, hochpräziser, „großflächiger“ und schneller 2D- und 3D-Messung von Werkzeugen und Werkstücken wurde in den letzten Jahren insbesondere die Entwicklung der optischen Messverfahren vorangetrieben. Über das hochgenaue Messen im 2D-Bild, die Oberflächeninspektion und die Identifikation von Fehlern hinaus werden insbesondere Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der 3DMesstechnik von Makro bis Nano vorgestellt. Die hochpräzise flächenhafte Oberflächenmessung im Mikro- und Nanometerbereich wird durch die Weißlichtinterferometrie und Fokusvariation erreicht. Hierbei werden Messgenauigkeiten im Nanometerbereich erzielt, wobei die Messzeiten in der Regel unterhalb einer Minute liegen. Am Fachgebiet Graphische Datenverarbeitung wurden innerhalb des Sonderforschungsbereiches 622 „Nanopositionier- und Nanomesstechnik“ Untersuchungen zur Fokusvariation und der damit verbundenen 3D-Oberflächengewinnung durchgeführt. Die Berechnung wurde auf die Grafikkarte ausgelagert und ermöglicht durch den erreichten Speedup die Integration einer automatischen Parametrisierung des Verfahrens. Basis der automatischen Parametrisierung bildet eine Filterdatenbank (Gabor-Filter). Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass kein globaler Parametersatz verwendet wird sondern je nach Oberflächenstruktur unterschiedliche Filter angewendet werden.
- Serientaugliche miniaturisierte Gassensoren aus der Raumfahrtentwicklung
Einen Schwerpunkt der Professur für Raumfahrtsysteme stellt die Gassensorik für Raumfahrtanwendungen dar. Hier werden elektrochemische Sensoren entwickelt und Weltraumexperimente zur Atmosphärenforschung durchgeführt (u. a. auf der Internationalen Raumstation ISS). Derzeitiges Ziel ist es, das vorhandene Sensorspektrum (Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Volumenstrom) um Sensoren zur Stickoxid- und Ozonmessung zu erweitern. Die an der Professur entwickelten Sensoren können aber auch in terrestrischen Bereichen (z. B. Umwelt-, Produktions- oder Medizintechnik) eingesetzt werden. Durch die innovativen Fertigungsmethoden können Sensoren für Gasmessungen auf Chips mit einer Größe von wenigen Quadratmillimetern integriert werden. Die Weiterent-wicklung und die verwendete Herstellungstechnologie erlauben zudem eine reproduzierbare und kostengünstige Sensorproduktion
sowie die Adaption an verschiedene Einsatzszenarien. Dadurch entstehen Sensoren für verschiedene Gesamtdrücke
(Vakuum, Hochvakuum, Standardatmosphäre, Überdruck) und Umweltbedingungen (z.B. Restwasserstoff, Restsauerstoff), die Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickoxide und Ozon gleichzeitig mit dem Volumenstrom schnell und hochgenau messen können. Für die verschiedenen Anwendungen erfolgt die Entwicklung bzw. Adaption der Sensoren i. d. R. gemeinsam mit industriellen Partnern. Derzeit werden weitere Anwendungsfelder evaluiert.
- Zukunftsweisende Lösungen für Sensoren und Messsysteme
Die Impedanzspektroskopie stellt eine leistungsfähige Methode für die zerstörungsfreie Material- und Strukturcharakterisierung dar. Im Bereich der Batteriediagnose können damit Zustandskenngrößen aus elektrischen Messungen extrahiert werden, welche für die Diagnose und Prognose des Batterieverhaltens und von Alterungserscheinungen dienen. Die Zeitbereichsmodellierung der Batteriespannung unterstützt dabei die Entwicklung von Batteriemanagementsystemen. In Kombination mit einem Wirbelstromsensor eignet sich die Impedanzspektroskopie zur Abstandsmessung und Materialidentifikation Auch hier kommen gleichartige Auswertealgorithmen und geeignete mathematische Modelle zum Einsatz. Neuartige Sensoren, die bei hoher Empfindlichkeit und gleichzeitig großem Messbereich flexibel an die jeweilige Messaufgabe angepasst werden können, sind Dehnungsmessstreifen und Drucksensoren auf Basis von Kohlenstoffnanoröhrchen (CNT). Diese werden großflächig und ohne zusätzliche Kleber direkt auf dem Messobjekt mittels massenproduktionstauglicher Druckverfahren appliziert. Der autarke Betrieb drahtloser Sensorsysteme wird durch die Energiegewinnung aus ambienten Energiequellen ermöglicht.
Maßgeblich beim Entwurf der Energy Harvesting Systeme sind dabei die Wahl und Charakterisierung geeigneter Wandlerprinzipien sowie die Entwicklung eines angepassten Energiemanagements. Dies wird durch optimierte Hardwarekomponenten, elektrische Schaltungen und Softwarealgorithmen zur Leistungsflusssteuerung zwischen
Energiequelle, Speicher und Verbraucher erreicht.
- Elektrochemischer All-solid-state-Multisensor für die Getränkeindustrie
Die Forschungsaktivitäten des Kurt-Schwabe-Institutes umfassen die Entwicklung von elektrochemischen und physikalischen Sensoren, Messmethoden und Prozessmesstechnik für die Applikationsbereiche Umwelt, Biotechnologie, Medizintechnik, Gesundheit, Lebensmittel und Automobile. Auf der Sensor 2012 wird eine All-solid-state-Kombinationssonde zur Bestimmung des pH-Wertes, des Redoxpotenzials und des gelösten Sauerstoffs in den verschiedenen Prozessschritten der Bierherstellung vorgestellt. Aufgrund der Entwicklung neuartiger Festelektrolyt-Referenzelektroden zeichnet sich die Sonde durch einen besonders robusten mechanischen Aufbau, hohe Druckbeständigkeit und das Fehlen flüssiger Komponenten aus.
- Faseroptische Sensortextilien zur dauerhaften Dehnungsmessung
Die Ertüchtigung und Überwachung bestehender Bauwerke hat stark an Bedeutung gewonnen. Einen Beitrag zur sicheren Bauwerksüberwachung kann hier die moderne Messtechnik leisten. Dabei rücken zunehmend optische Messverfahren in den Vordergrund. Wichtigste Vertreter unter den faseroptischen Verfahren sind die so genannten Faser-Bragg-Gitter (FBG). Ein Bragg-Gitter besteht aus einer periodischen Abfolge künstlich erzeugter äquidistanter
Brechzahlsprünge im Kern einer optischen Faser und kann Dehnungs- und Temperaturänderungen messtechnisch erfassen. Das Forschungsprojekt „Sensortextilien zur Überwachung von Tragwerken und Konstruktionen“ stellt sich die Aufgabe, faseroptische Sensoren in technische Textilien anforderungsgerecht durch Sticktechnologie zu integrieren. Durch das Aufsticken der optischen Messelemente auf Glas- oder Kohlefasergelege und anschließendes Laminieren auf
unterschiedlichen Untergründen wie Beton oder Stahl gelingt ein langzeitstabiles Monitoring. Durch die vollständige Einbindung des technischen Textils in eine Epoxidharzmatrix, die gleichzeitig die Verbindung zum zu untersuchenden Bauteil herstellt, lässt sich die optische Faser über eine sehr große Klebefläche mit dem Untergrund verbinden. Dem Problem des langzeitstabilen Eintrags der Dehnungen vom Messobjekt in den Sensor kann hierurch begegnet werden.
Statische und dynamische Belastungsversuche und Dauerstandsuntersuchungen haben das Leistungsvermögen bestätigt. Als mögliches Einsatzfeld wird die Überwachung von Ingenieur- und Hochbauwerken gesehen. Diversifikationen in andere Bereiche, wie den Automobiloder Maschinenbau, sind aber nicht ausgeschlossen.
- Faseroptisches Extensometer für Bodenmonitoring
Entwicklung eines neuartigen faseroptischen Extensometers für die Beobachtung von Bodenbewegungen wie Hangrutschungen, Bodensenkungen in Tagebaurestlöchern, Scherzonen im Boden und anderen gefährdeten Bereichen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Extensometern wird ein spezieller Lichtwellenleiter in den Boden eingebracht. Dabei kann der Lichtwellenleiter in beliebiger Form verlegt werden. Der Lichtwellenleiter kann eine Länge von wenigen Metern bis zu mehreren hundert Metern haben. Änderungen im Boden, die eine Dehnung des Lichtwellenleiters von lediglich 50 μm hervorrufen, werden vom Extensometer registriert. Seit 2009 wird das System erfolgreich im hangrutschungsgefährdeten
Gebiet in Lohme im Nationalpark Jasmund (Rügen) getestet.
Vorausgehende Untersuchungen wurden im Rahmen des Programms „FHprofUnt – Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen“ durch das BMBF gefördert. Förderkennzeichen: 1777X07 Gefördert durch das BMWi aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages, ZIM-Verbundprojekt „GeoMeWa“, Förderkennzeichen: VP2231505SA0
- Faserbasiertes Raman-Spektrometer zum Nachweis ausgewählter Substanzen
Entwicklung eines Verfahrens auf Basis der Raman-Spektroskopie zum Nachweis ausgewählter Substanzen aus dem Medizin- und Lebensmittelbereich. Die Aufnahme und Auswertung der stoffspezifischen Raman-Spektren wird dabei mittels kostengünstiger Laserquellen und Spektrometer realisiert. Durch die Nutzung zweier Laserquellen mit gegenseitig leicht verschobener Wellenlänge wird die Aufnahme eines Differenz-Raman-Spektrums erreicht und somit Störeinflüsse wie Fluoreszenz oder Tageslicht unterdrückt.
Anwendung: Kostengünstige Prozessüberwachung in der Lebensmittelindustrie, qualitativer und quantitativer Nachweis ausgewählter Substanzen in bekannten und unbekannten Stoffgemischen. Das Projekt ist ein Verbundprojekt zwischen Partnern aus der Industrie, Forschungseinrichtungen und Hochschulen.
Förderung im Rahmen des Programms „FHprofUnt – Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen“ durch das BMBF Förderkennzeichen: 1745X09.
- Keramische Sensoren für die Umwelttechnik
Die Abteilung Hybride Mikrosysteme des Fraunhofer IKTS bietet die komplette Wertschöpfungskette funktionskeramischer Lösungen von der Werkstoffentwicklung bis zur Applikation im System. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf elektrochemischen Systemen und Mikrosystemen für die Sensorik, Umwelttechnik und Hybridtechnik. Im Bereich der Dickschichttechnik stehen uns geschlossene technologische Ketten zur Verfügung, um keramische Funktionsmaterialien für die verschiedenen Auftrags- und Abscheideverfahren zu entwickeln, aufzubereiten und im Technikumsmaßstab herzustellen. Die Multilayer-Technologie (LTCC und HTCC) erlaubt uns, Mikrosysteme höchster Zuverlässigkeit und Integrationsdichte für anspruchsvolle Einsatzbedingungen aufzubauen. Auch hier verfügen wir über eine vollständige Technologiekette. Das Potenzial der Multilayer-Technologie liegt in der hohen Variabilität der Materialien und Sensorkonstruktionen. Die Vorteile der in dieser Technologie hergestellten Sensoren kommen besonders dort zum
Tragen, wo kleine Abmessungen, robuste Ausführung, rascher Sensorwechsel und hohe mechanische Belastbarkeit die Anwendung bestimmen. Derartige Sensoren sind kostengünstig mit flexiblen Layouts sowohl als Einparameter- als auch Mehrparametersensoren herstellbar. Die Integration von Dickschichtheizungen ist möglich.
- Lineare Rohrpumpe mit elektromagnetischem Antrieb
Die linear arbeitende Rohrpumpe wird für die Förderung von hochviskosen, pastösen und feststoffbeladenen Fluiden entwickelt.
Die sowohl ereignisgesteuert als auch kontinuierlich betreibbare Pumpe ermöglicht die Anpassung an verschiedene Aufgabenstellungen
und Einsatzbedingungen. Die Pumpe ist vollständig in ein Rohrleitungssystem integrierbar. Die Energieübertragung erfolgt
ausschließlich auf induktivem Weg, also ohne mechanische Elemente der Kraftübertragung. Die Pumpe ist durch das Fehlen von Verschleißteilen,
wie z. B. Federn und Dichtungen, praktisch wartungsfrei und erfordert keine besonderen fertigungstechnischen Aufwendungen.
Durch entsprechende Oberflächenschutzmaßnahmen am Kolben der Induktionspumpe ist auch die Förderung aggressiver
Medien möglich. Der einfache und robuste Aufbau mit einem Pumpengehäuse aus nichtmagnetischem Material eröffnet auch
Einsatzmöglichkeiten unter schwierigen äußeren Druck- und Temperaturbedingungen. Im Ergebnis der gegenwärtig durchgeführten
Kennfeldermittlungen werden weitere Einsatzmöglichkeiten, wie z. B. als Dosierpumpe, präzisiert und neue Anwendungsgebiete, z. B. im
Schmutzwasser, erschlossen.
- Maschinenelemente aus Faser-Kunststoff-Verbund (FKV)
Für die Weiterentwicklung von Maschinenelementen, wie z.B. Zahnräder und Federn, spielen Faser-Kunststoff-Verbundmaterialien
(FKV) eine immer größere Rolle. Leichtbauzahnräder besitzen wesentliche Vorteile, wie z.B. geringeres Gewicht, verbesserte
spezifische Festigkeiten und Steifigkeiten sowie ein günstiges Ermüdungsverhalten. An Zahnrädern aus FKV kann die spezifische
Flächenpressung durch eine hohe Eigenelastizität der Matrix reduziert werden. Einer Werkstoffübertragung zwischen den Zahnflanken
ineinander greifender Zahnräder (Fressen) kann damit entgegengewirkt werden. In Abhängigkeit von der Werkstoffkombination
können, neben einer hervorragenden Korrosionsbeständigkeit und geringerer Geräuschemission, optimale Notlaufeigenschaften erzielt
werden. Die Entwicklung eines Zahnrades mit einer optimierten Anordnung der Verstärkungsfasern im Bauteil in Verbindung mit der
Weiterentwicklung bestehender Fertigungsverfahren führt zu einem serientauglichen Hochleistungszahnrad, das eine annähernd
unbegrenzte Lebensdauer erreichen kann.
- Maschinenelemente aus Faser-Kunststoff-Verbund (FKV)
Für die Weiterentwicklung von Maschinenelementen, wie z.B. Zahnräder und Federn, spielen Faser-Kunststoff-Verbundmaterialien
(FKV) eine immer größere Rolle. Leichtbauzahnräder besitzen wesentliche Vorteile, wie z.B. geringeres Gewicht, verbesserte
spezifische Festigkeiten und Steifigkeiten sowie ein günstiges Ermüdungsverhalten. An Zahnrädern aus FKV kann die spezifische
Flächenpressung durch eine hohe Eigenelastizität der Matrix reduziert werden. Einer Werkstoffübertragung zwischen den Zahnflanken
ineinander greifender Zahnräder (Fressen) kann damit entgegengewirkt werden. In Abhängigkeit von der Werkstoffkombination
können, neben einer hervorragenden Korrosionsbeständigkeit und geringerer Geräuschemission, optimale Notlaufeigenschaften erzielt
werden. Die Entwicklung eines Zahnrades mit einer optimierten Anordnung der Verstärkungsfasern im Bauteil in Verbindung mit der
Weiterentwicklung bestehender Fertigungsverfahren führt zu einem serientauglichen Hochleistungszahnrad, das eine annähernd
unbegrenzte Lebensdauer erreichen kann.
- Aktuelle Forschungsergebnisse der Mikro- und Nanosystemintegration
Aus aktuellen Forschungsprojekten in den Bereichen Life Sciences, Energie-Effizienz und Photonik werden Ergebnisse vorgestellt, z. B.:
Optische Mikrosysteme:
• Integration optischer Mikrosysteme
• Integrierte optische Sensorik (z. B. Streulichtsensorik)
• Design und Herstellung freiraumoptischer Bauelemente
• Ultrapräzisionsbearbeitung optischer Oberflächen
• Optik Design und Simulation
Technologien der Mikro- und Nanointegration:
• Energieeffiziente und energieautarke Sensoren
• Multi-AFM-Sensorikeinheiten
• Energy Harvesting
• Hochfrequenz- und Mikrowellenkomponenten in LTCC
• Nanostrukturierte Oberflächen
• Selbstassemblierung für 2D und 3D-Nanostrukturen
Mikrofluidik-Komponenten und -Systeme:
• Bio-Mikroreaktoren
• Fluidikbaukasten auf Keramikbasis
• Lab-on-Chip
- Forschungskompetenzatlas der TU Ilmenau
Die Technische Universität Ilmenau präsentiert der Wirtschaft künftig ihr gesamtes Forschungsangebot im Internet. Im neuen Kompetenzatlas der Universität finden Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten nicht selbst leisten möchten oder können, schnell und einfach den geeigneten Kooperationspartner an der TU Ilmenau. Die nutzerfreundliche Onlineversion ermöglicht den Unternehmen eine schnelle und unkomplizierte Recherche nicht nur der Forschungskompetenzen der TU Ilmenau, sondern auch der Dienstleistungsangebote und der technischen Ausstattung aller Fachgebiete. Mit dem Kompetenzatlas, der ebenso als Online- wie als Printversion vorliegt, wird es künftig noch einfacher sein, Kooperationspartner aus Universität und Wirtschaft zusammenzuführen.
- PATON Landespatentzentrum Thüringen
Arbeitsschutz-Orthese
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Arbeitsschutz-Orthese zur Stabilisierung und Entlastung der Wirbelsäule bei
schwerer körperlicher Arbeit für den praktischen Einsatz zur Verfügungzu stellen.
Programmierbare multifunktionale Blende zur Untersuchung eines optischen Systems
Das neue Verfahren soll in der Augenheilkunde (Ophtalmologie) über die bessere Streulichtquantifizierung am Vorderabschnitt des Auges
den Grad von Linsentrübungen (Katarakt) quantifizieren.
3D Inspector
Ergonomischer Sicht- und Montagearbeitsplatz mit Farbkameras
Das Montieren oder Löten von kleinen Baugruppen und die Inspektion von Leiterplatten, Lötstellen oder Mikroteilen wird durch den “3D
Inspector“ wesentlich erleichtert. Zwei Farbkameras projizieren die Objektszene dreidimensional und 6-fach vergrößert auf den Monitor.
Die Polarisationsbrille ermöglicht die 3D-Ansicht und gewährleistet eine zuverlässige Tiefeninformation. Der Bediener hat dabei eine freie
Arbeitsfläche und einen nahezu gleichen Arbeitsabstand zwischen Objekt und Monitor.
- Phasenmeter für Few-cycle Laserpulse
Wir präsentieren ein Gerät, mit dem die absolute (carrier-envelope) Phase von Few-cycle Laserpulsen gemessen werden kann. Das Gerät
basiert auf der asymmetrischen Emission von Photoelektronen, die durch den asymmetrische Verlauf des Laserfeldes bedingt ist, wie er
für Few-cyclePulse charakteristisch ist. Die Genauigkeit der Phasenmessung ist selbst im Einzelschussbetrieb höher als 100mrad,
entsprechend 50 Attosekunden. Das Instrument misst neben der Phase auch die Pulsdauer und -intensität.
Es hat eine hohe Bedeutung für die Attosekunden Laserphysik und die Präzisionsmessung der Dispersion.
- Tintenstrahldruck von funktionalen Materialien und Organische Batterien Inkjet printing of functional materials and organic batteries
Mittels Tintenstrahldruck können funktionale Materialien (z.B. Silbernanopartikel, konjugierte Polymere) gezielt und materialschonend auf verschiedene Oberflächen gedruckt werden. Hierdurch eröffnen sich potentielle Anwendungen beispielsweise in der Biochip-Herstellung, aber vor allem im Bereich der Mikroelektronik und „organischen Elektronik“. Konjugierte Polymere können auf diese Weise zu organischen Solarzellen verarbeitet werden und mit Hilfe von Tinten basierend auf Silbernanopartikeln können sehr dünne leitfähige Linien erzeugt werden. Bei letzterer Anwendung spielen schonende Sintertechniken eine entscheidende Rolle. Organische Batterien sind im Zeitalter der immer knapper werdenden Ressourcen eine interessante Alternative, um elektrische Energie zu speichern. Die Aktivmaterialen bestehen aus organischen Verbindungen (Polymere); hierdurch können potentiell knappe anorganische Elektrodenmaterialen (z.B. Lithiumkobaltoxid) ersetzt werden. Weiterhin ermöglichen Polymere einfacherer Verarbeitungsmethoden (u.a. mittels Drucktechniken) und flexible Batterien können hergestellt werden.
Letzte Änderung: 26.01.2012 - Ansprechpartner:
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